Wie man den richtigen Firmennamen findet

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Leidenschaft. Energie. Mut. Das alles braucht man, um ein neues Unternehmen zu gründen. Sie haben eine großartige Geschäftsidee, Sie haben mit der Ausarbeitung eines Plans begonnen und Sie haben einen potenziellen Kundenstamm im Sinn. Sie sind also (fast) bereit für den Launch – Sie brauchen nur noch einen Namen.

Ein guter Firmenname sollte das Feeling Ihrer Marke verkörpern. Er sollte einprägsam sein. Er sollte Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter daran erinnern, warum Sie das tun, was Sie tun.

Sie könnten einer Agentur mehrere tausend Euro zahlen, um einen Namen zu finden, der neu ist, im Trend liegt, branchenrelevant, einprägsam und nicht markenrechtlich geschützt ist. Aber Sie stehen noch ganz am Anfang und haben andere Prioritäten … deshalb können Sie genauso gut versuchen, sich selbst einen Namen für Ihr Unternehmen auszudenken.

In diesem Artikel geben wir Ihnen 18 Tipps, wie Sie einen guten Firmennamen finden können.

  • Initialen
  • Eine ungewöhnliche Verbindung
  • Inspiration aus Mythologie oder Literatur
  • Ein Fremdwort
  • Der eigene Name
  • Ein Blick auf die Landkarte
  • Eine neue Wortschöpfung
  • Fusion mit einem anderen Unternehmen
  • Ein Spitzname
  • Ein Sinnbild
  • Eine Beschreibung
  • Ein lateinischer Begriff
  • Ein anderer Blickwinkel
  • Eine Abkürzung
  • Eine veränderte Schreibweise
  • Ihre Geschichte
  • Ihre Werte
  • Ein Begriff aus dem Wörterbuch

1. Initialen

Die Verwendung von Initialen ist ein beliebter Ansatz für die Benennung eines Unternehmens. Viele große Organisationen verwenden sie anstelle ihrer vollständigen Namen – das ist leichter zu merken. Nehmen Sie zum Beispiel UPS (für United Parcel Service) oder ZDF (für Zweites Deutsches Fernsehen). Wenn ein Unternehmen also „Pearce Marketing Agency“ heißt, wäre PMA eine offensichtliche Wahl.

2. Eine ungewöhnliche Verbindung

Eine der kreativsten Möglichkeiten, einen Firmennamen zu erfinden, ist die Verbindung von Wörtern. Überlegen Sie sich zwei oder drei Wörter, die für Sie und Ihr Unternehmen von Bedeutung sind. Lassen sie sich auf irgendeine Weise kombinieren – entweder in Teilen oder ganz? Einige bekannte Beispiele sind Coca-Cola, TripAdvisor und Netflix. Ein Name wie „SaladGo“ weist gleich darauf hin, dass es sich um einen Gastronomiebetrieb handelt, der sich auf Salate zum Mitnehmen spezialisiert hat … und das in nur drei Silben.

3. Inspiration aus Mythologie oder Literatur

Nike ist eine der ikonischsten Marken überhaupt … und in der griechischen Mythologie heißt die Göttin des Sieges so. Andere bekannte Unternehmen wie Oracle, Hermes und Mars haben ebenfalls Namen aus der Welt der Götter- und Heldensagen. Aber welcher Name aus der Mythologie wäre für Sie geeignet? Wir empfehlen Ihnen, zu recherchieren, ob es eine Sagenfigur gibt, die für Ihr Unternehmen relevant ist.

Haben Sie eine Weinhandlung? Dann bietet sich eine Verbindung mit Bacchus an. Vielleicht möchten Sie aber auch eine Make-up-Marke gründen. Dann könnten Sie sich an Aphrodite, die griechische Göttin der Schönheit, halten.

4. Ein Fremdwort

Eine weitere kreative Möglichkeit für das Brainstorming nach einem Firmennamen ist die Einbeziehung einer Fremdsprache. Dadurch erscheint Ihr Unternehmen exotisch und spannend – und sein Name wird sich bei potenziellen Kundinnen und Kunden schnell einprägen. Vielleicht ein französischer Begriff für einen Friseursalon oder ein japanischer für einen Teeladen?

Bild mit Visitenkarten: 1. Initialen 2. Eine ungewöhnliche Verbindung 3. Inspiration aus Mythologie oder Literatur 4. Ein Fremdwort

5. Der eigene Name

Es ist Ihr Unternehmen … warum also nicht Ihren eigenen Namen verwenden? Viele bekannte Marken heißen wie ihre Schöpfer – zum Beispiel die Eiscreme Ben & Jerry‘s (benannt nach Ben Cohen und Jerry Greenfield) oder der Flugzeugbauer Boeing (benannt nach dem Gründer William Boeing).

6. Ein Blick auf die Landkarte

Lassen Sie sich vom Globus inspirieren, so wie Amazon, der Einzelhandelsriese aus dem Internet. Das Unternehmen ist nach dem größten Fluss der Welt benannt.

7. Eine neue Wortschöpfung

Versuchen Sie, die Ideen 5 und 6 zu kombinieren – zum Beispiel einen Teil Ihres Namens mit einem Teil einer Stadt, so wie Ingvar Kamprad. Er verband die Anfangsbuchstaben seines Namens mit denen des Hofs seiner Eltern (Elmtaryd) und seiner Heimatstadt (Agunnaryd), und schon war die Marke IKEA geboren.

8. Fusion mit einem anderen Unternehmen

Egal, ob Sie eine Partnerschaft mit einer anderen Firma eingehen oder sich gleich zu einem neuen Unternehmen zusammenschließen, mischen Sie Teile beider Namen, um einen neuen zu schaffen. Als Twentieth Century Pictures und die Fox Film Corporation fusionierten, wurden sie einfach zu 20th Century Fox.

Bild mit Visitenkarten: 5. Der eigene Name 6. Ein Blick auf die Landkarte 7. Eine neue Wortschöpfung 8. Fusion mit einem anderen Unternehmen

9. Ein Spitzname

Heißen Sie Alina oder Alice, wurden aber schon immer Ali genannt? Verwenden Sie Ihren Spitznamen für Ihr Unternehmen, um ihm eine persönliche Note zu verleihen. Oder nehmen Sie den Namen oder Kosenamen Ihres Kindes als eine sentimentale (und eindrucksvolle) Markenbezeichnung. Mercedes wurde ja auch nach der Tochter des Firmengründers benannt.

10. Ein Sinnbild

Eine weitere Möglichkeit, einen guten Firmennamen zu finden, besteht darin, sich von einem Sinnbild oder einem wesentlichen Element Ihrer Arbeit inspirieren zu lassen. Ein Name wie „Naturol“ verweist auf die Ausrichtung des Unternehmens und ist leicht zu merken. (Besonders gut geeignet für Kleinunternehmen!)

11. Eine Beschreibung

Welche Begriffe beschreiben Ihr Unternehmen am besten? Notieren Sie sich alle Optionen und stellen Sie sich vor, wie diese Wörter in Ihr neues Logo oder Werbebanner passen könnten. Da wäre zum Beispiel 7-Eleven: Der Name sagt einem sofort, was das Besondere an dieser Supermarktkette ist – sie hat jeden Tag von 7 bis 23 Uhr geöffnet.

12. Ein lateinischer Begriff

War der Lateinunterricht in der Schule wirklich Zeitverschwendung? Was wäre, wenn Sie das Gelernte nutzen könnten, um einen Namen für Ihr Unternehmen zu finden? Latein ist nämlich eine großartige Quelle für Firmennamen – denken Sie nur an Volvo („ich rolle“) oder Alete („ernährt euch“). Wählen Sie einen lateinischen Begriff, der für Ihr Unternehmen steht, z. B. „Luxus“ für eine gehobene Einzelhandelsmarke oder „Sanus“ für ein Geschäft, das gesunde Lebensmittel verkauft.

Bild mit Visitenkarten: 9. Ein Spitzname 10. Ein Symbol 11. Eine Beschreibung 12. Ein lateinischer Begriff

13. Ein anderer Blickwinkel

Treten Sie einen Schritt von Ihrem Produkt zurück und schauen Sie, ob es Sie an etwas anderes erinnert. Vielleicht gründen Sie ein Kosmetikunternehmen und stellen fest, dass Ihre Schminkpaletten wie Blumen aussehen. Warum sollten Sie das nicht in Ihrem Markennamen verwenden, so wie in unserem Beispiel?

14. Eine Abkürzung

Ein guter Firmenname sollte nicht zu lang sein. Wenn es einen Begriff oder einen Ausdruck gibt, der für Sie eine große Bedeutung hat, könnten Sie einen Teil davon für Ihren Markennamen verwenden. Denken Sie nur an den Technologiekonzern Cisco, der sich von seinem Gründungsort San Francisco inspirieren ließ.

15. Eine veränderte Schreibweise

Entfernen Sie bei einem bekannten Wort einen Buchstaben, fügen Sie einen hinzu oder ändern Sie die Schreibweise, um Ihren Firmennamen interessanter zu machen. Nehmen Sie Flickr und Tumblr – diese Marken haben das „e“ am Ende weggelassen, um prägnanter zu klingen. Oder wählen Sie ein Wort, das einen Bezug zu Ihrem Unternehmen hat, und erfinden Sie eine neue Schreibweise. So hat es zum Beispiel Reebok gemacht – die Sportmarke ließ sich von dem englischen Wort „rhebok“ für die afrikanische Rehantilope inspirieren.

16. Ihre Geschichte

Die Benennung Ihres Unternehmens kann eine großartige Gelegenheit sein, gleichzeitig Ihre Geschichte zu erzählen. Wenn eine interessante Story hinter Ihrer Firma steht, können Sie sie gleich mit Ihrem Namen vermitteln. So sind inzwischen weltweit bekannte Marken wie Virgin entstanden – der Name verweist darauf, dass die Gründer völlig neu in der Branche waren.

Bild mit Visitenkarten: 13. Ein anderer Blickwinkel 14. Eine Abkürzung 15. Eine veränderte Schreibweise 16. Ihre Geschichte

17. Ihre Werte

Erinnern Sie sich selbst, aber auch Ihre Belegschaft und Ihren Kundenkreis an das, woran Sie glauben. Ein Name wie „Nomad“ weckt sofort Gedanken an Reisen und Abenteuer.

18. Ein Begriff aus dem Wörterbuch

Wenn Sie unsere Liste durchgegangen sind und noch nichts Passendes gefunden haben, könnten Sie sich auch an Twitter orientieren und irgendeinen interessanten Begriff aus dem Wörterbuch wählen – einfach nach dem Zufallsprinzip.

Bild mit Visitenkarten: 17. Ihre Werte 18. Ein Begriff aus dem Wörterbuch

Wie geht es jetzt weiter?

Wenn Sie den perfekten Namen für Ihr Unternehmen gefunden haben, ist es an der Zeit zu handeln. Zuallererst sollten Sie sicherstellen, dass er auch frei ist – Sie wollen schließlich nicht, dass Ihr Unternehmen denselben Namen hat wie ein Konkurrent. Wenn Ihr Name wirklich einzigartig ist, sichern Sie sich einen passenden Domainnamen, richten Sie ein Instagram-Handle ein und denken Sie vielleicht auch darüber nach, Markenschutz zu beantragen.

Und dann heißt es endlich durchstarten: Sobald Ihr Unternehmen einen Namen hat, können Sie damit beginnen, mit einigen grundlegenden Marketingmaterialien dafür zu werben. Präsentieren Sie Ihren Firmennamen auf Postkarten, Visitenkarten und vielem mehr. Achten Sie darauf, dass Logo und Schriftart einheitlich sind, damit Ihre Kundschaft von Anfang bis Ende ein schlüssiges Erscheinungsbild vor Augen hat.