Bereit für ein Makeover: So hat dieses von Frauen geführte Unternehmen für Wachstum gesorgt

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Um als Kleinunternehmen erfolgreich zu sein, muss man sich ständig um das Unternehmenswachstum kümmern. Sei es, indem man das Angebot an Veränderungen anpasst oder neue Kundschaft anzieht. Glowy, eine Beauty Bar in Berlin ist ein perfektes Beispiel für Kleinunternehmen, die verstärkt darauf setzen, verschiedenste Interessierte anzusprechen. Die Eigentümerinnen von Glowy sind Amelie Hoang, Tami Hoang und Teresa Schicks. Wir haben mit Theresa und Amelie gesprochen, um mehr über ihre Erfolgsgeschichte seit der Eröffnung zu erfahren.

Für das Wohlbefinden anderer zu sorgen, liegt den Schwestern Amelie und Tami im Blut: ihre Eltern betrieben mehrere Schönheitssalons. Die beiden sind also sozusagen in der Welt der Schönheitspflege aufgewachsen und haben dabei auch viel über Kundenservice und das Führen eines Unternehmens gelernt.

“Ich wusste schon früh, dass ich mein eigenes Unternehmen gründen wollte. Nach einigen Teilzeitjobs, einem Wirtschaftsstudium und der Arbeit in den beiden Schönheitssalons meiner Eltern beschloss ich, mich in der Schönheitsbranche selbstständig zu machen“, erklärt Amelie. „Während in anderen Ländern neuere und coolere Konzepte aufkamen, gab es in Berlin nur veraltete Nagelstudios, die fast alle dem gleichen Klischee entsprachen. Ich wollte diese [neuen] Konzepte nach Berlin bringen und einen ganz besonderen Ort schaffen, wo man sich in einer entspannten, modernen Umgebung die Nägel, Augenbrauen und Wimpern machen lassen kann.“ Gesagt, getan: 2016 eröffneten Amelie und Tami die erste Glowy Beauty Bar.

Theresa stieß etwa ein Jahr nach der Eröffnung des ersten Glowy-Standorts dazu. Sie und Amelie lernten sich in einem Unikurs zur Karriereentwicklung kennen. Dort stellte Amelie ihren Geschäftsplan für die Beauty Bar vor. Als Amelie erwähnte, dass sie Hilfe beim Marketing brauchte, war Theresa sofort überzeugt. „Ich habe mich von Anfang an um das Marketing gekümmert und Amelie um den Betrieb des Salons“, erzählt Theresa. „Jetzt kümmert sich Amelie um das Personal und Tami um die Bestellungen. Die Buchhaltung teilen wir uns. Ganz generell sprechen wir uns aber immer über alles ab.“

Wachstum mit viel Glow

Bei der Eröffnung des ersten Glowy-Standorts machte sich Amelie Sorgen, dass ihre Idee eventuell nicht gut ankommen könnte und dass es schwerfallen würde, sich auf dem Markt zu etablieren – geschweige denn, sich von der Konkurrenz abzuheben. Es gab damals nicht viele andere Salons in Berlin, die ein ähnliches Konzept hatten, aber das hat sich mittlerweile geändert.

Als Marketingleiterin von Glowy ist es eine von Theresas Prioritäten, sicherzustellen, dass der Salon herausragende Dienstleistungen anbietet. „Um uns vom Rest abzuheben und unsere Kundschaft langfristig vom Glowy-Konzept zu überzeugen, müssen wir uns ständig weiterentwickeln“, erklärt sie. „Das bedeutet einerseits, mit neuen Trends mitzuhalten, andererseits aber auch, seiner eigenen Linie treu zu bleiben sowie kontinuierlich hohe Qualität zu bieten.“

Ursprünglich war das Glowy-Logo ein handgeschriebenes Design mit goldenen und rosa Details. „Seitdem haben wir uns weiterentwickelt. Und mit der Eröffnung der zweiten Glowy Beauty Bar wollten wir dies mit einem Rebranding zeigen. Also entschied sich unser Markenmanager für eine Serifenschrift in einem frischen Blauton für das neue Logo. Es war uns wichtig, dass die inzwischen erwachsene Version von Glowy unsere Kundinnen und Kunden anspricht. Wir wollten im Sinne unseres Leitsatzes vermitteln, dass die Zeit bei uns für pure Entspannung steht: Feel Glowy, Feel Good.“ Theresa betont, dass das neue Logo jetzt geschlechtsneutraler ist. Die Idee dahinter war ein freundlicheres, zugänglicheres Design.

Wodurch sich Glowy deutlich von der Konkurrenz abheben konnte, ist die Ausweitung der Dienstleistungen auf private Veranstaltungen (z. B. die „Pretty Parties“ im Salon) und eine mobile Beauty Bar. Theresa führt aus, dass die meisten dieser privaten Veranstaltungen von bestehenden Kunden gebucht werden, aber dass fast immer auch neue Leute mit dabei sind. Nach diesen Events werden alle Anwesenden dann um Feedback gebeten. Für die Events vor Ort in der Beauty Bar gehören Preislisten, Werbetechnik für den Innen- und Außenbereich sowie Bonuskarten zu den absoluten Must-haves.

Glowy bietet auch eine mobile Beauty Bar an, die für Events oder Partys außerhalb des Glowy-Salons gebucht werden kann. „Durch die Arbeit auf Events oder für große Unternehmen erreichen wir viele neue Leute.“ Theresa wirbt auf der Website von Glowy, in den sozialen Medien und bei Veranstaltungen für ihre mobilen Beauty-Angebote. Und bei den mobilen Beauty-Events dürfen Bonuskarten, Preislisten und Artikel wie Stühle und Kleidung mit ihrem Logo nicht fehlen. „Wir erreichen viele Interessierte auf Veranstaltungen. Und sie sind eher bereit, die Beauty Bar auszuprobieren, wenn sie einen Rabatt erhalten.“

Glowys Marketing-Favoriten

Glowy setzt verschiedenste Marketingmaterialien ein, mit denen sie in allen Bereichen für ein einheitliches Auftreten sorgen. (Nach der Behandlung erhalten Kundinnen und Kunden eine Broschüre mit Informationen zu ihrer Schönheitsbehandlung.)

Eines der ersten Dinge, die Amelie, Tami und Theresa für Glowy bestellten, waren Visitenkarten. Heute nutzt das Beauty-Team je nach Situation und Ziel verschiedene Kartenvarianten: zum Beispiel eine Vorteilskarte für Unternehmen und eine 10 %-Rabattkarte auf Events. Außerdem sind Bonuskarten für die Kundenbindung entscheidend: „Nach einem Besuch erhalten unsere Gäste eine Bonuskarte und einen Stempel für jede Behandlung“, erklärt Theresa. „Wir möchten unsere Kundschaft für ihre Treue belohnen und bieten daher bei jeder vierten Behandlung einen Rabatt an. Dass jede vierte Behandlung also etwas günstiger ist, ist natürlich ein Anreiz, um erneut bei uns vorbeizuschauen.“

Glowy druckt Geschenkgutscheine auf Postkarten. Theresa unterstreicht, dass die Gutscheine und Bonuskarten einzigartig und wiedererkennbar sein sollten, aber gleichzeitig auch professionell, modern und vor allem inspirierend aussehen müssen. Die Arbeit mit Farben und Designs hat etwas Künstlerisches. Das sollte sich in den Pinselstrichen auf den Designs [der Gutscheine und Bonuskarten] widerspiegeln.“ Sie verkaufen auch digitale Geschenkkarten in ihrem Online-Shop. Damit will das Team Interessierte anziehen und den Vertrieb ankurbeln.

Eines der ersten Produkte, auf die Glowy gesetzt hat, waren Poster mit Preisdetails. Diese Preislisten findet man auch heute noch vor jedem Glowy-Salon. Vervollständigt werden sie von Flyern, mit denen Interessierte über Neuigkeiten und Werbeaktionen sowie saisonale Angebote informiert werden.

Das Glowy-Team verwendet Kundenstopper am Eingang der Beauty Bars, um auf die Behandlungen, aktuelle Angebote und Neuigkeiten hinzuweisen. Sie verwenden auch digitale Anzeigen, auf denen Videos und Bilder zu sehen sind. „Wir ziehen sowohl mit den Kundenstoppern als auch mit den digitalen Anzeigen Aufmerksamkeit auf uns und informieren gleichzeitig Interessierte darüber, wer wir sind und was wir anbieten“, betont Theresa. Das ist eine effektive Option, um das Unternehmen und Angebot vorzustellen, denn „so müssen die Leute nicht erst in den Salon reinkommen und nachfragen. Am Eingang haben wir außerdem Preislisten ausgelegt, die die Leute mitnehmen können.“

Glowy stattet sein Team mit T-Shirts und Kapuzensweatshirts mit dem Unternehmenslogo aus, um für einen professionellen Auftritt im Salon und bei Events zu sorgen. In der Corona-Pandemie begann das Unternehmen, diese Ausstattung auch im Online-Shop anzubieten. So konnten Interessierte das Unternehmen in dieser schwierigen Zeit unterstützen.

Sozial vernetzt

Neben den traditionellen physischen Marketingmaterialien sorgen Theresa und das Team für eine aktive Onlinepräsenz von Glowy. Damit wollen sie nicht nur neue Kundschaft ansprechen, sondern auch treue Anhänger des Salons erreichen. „Wir legen sehr viel Wert darauf, online präsent zu sein. Als wir unseren Salon eröffneten, besorgten wir uns auch eine Website. Aber sie war damals noch relativ begrenzt. Nach unserem Rebranding haben wir selbst auch eine neue Website erstellt. Sie enthält ausführliche Informationen über alle unsere Behandlungen und Kooperationen sowie Pressemitteilungen und Angebote. Wir haben auch einen eigenen Blogbereich und einen Online-Shop, in dem man Glowy-Gutscheine und andere Produkte kaufen kann.“

Glowy ist auf TikTok, Pinterest, Facebook und Instagram zu finden. Der Hauptfokus liegt jedoch auf Instagram. „Wir sehen Instagram als eine Art Lookbook“, erklärt Theresa. „In unseren Posts und Stories informieren wir über die Behandlungen und Angebote. Und wir haben einige Influencer, die uns hauptsächlich auf Instagram unterstützen.“

Plattformen mit einem Fokus auf visuellen Inhalten wie Instagram sind ideal, um die breite Angebotspalette von Glowy zu zeigen: von Maniküre-Selfies bis zu Nahaufnahmen von Wimpernbehandlungen.“ „Die Bilder für unsere Beiträge werden entweder von uns, unserem Team oder von einem unserer Partnerteams aufgenommen. Bei der Zusammenarbeit mit Influencern ist es uns immer wichtig, dass wir qualitativ hochwertige Bilder erhalten, die wir für die sozialen Medien nutzen können.“

Aber Glowy nutzt die sozialen Medien nicht nur, um seine Behandlungen und Markenidentität zu präsentieren, sondern auch, um mit Interessierten in Kontakt zu treten. „Sowohl unsere Kundinnen und Kunden als auch Influencer verlinken uns oft in ihren Instagram-Stories. Das macht auch Personen auf uns aufmerksam, die noch nie bei uns waren. Wir verwenden Hashtags und posten die Ergebnisse unserer Behandlungen sowie Sonderangebote.“

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Blick in die Zukunft

Seit der Gründung von Glowy ist das Unternehmen schnell gewachsen. Es hat inzwischen drei Standorte im Raum Berlin. Das Team nimmt sich nicht nur die Eröffnung weiterer Glowy-Standorte vor, sondern setzt verstärkt auch auf Events, Produkte und ihre mobile Beauty Bar.

„Wir haben von Anfang an Pretty Partys in unseren Studios angeboten und auch auf vielen Events gearbeitet“, erklärt Theresa. Unsere Studios in Berlin und unsere Kundschaft werden immer das Herzstück unseres Geschäfts sein, aber wir möchten in Zukunft gern expandieren.“