Was muss auf eine Visitenkarte?

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Erst wenn man weiß, was auf eine Visitenkarte muss und was nicht, kann man ein Kartendesign erstellen, das nicht überfordernd, aber auch markant ist. Die Visitenkarte soll Erinnerungen an das erste Treffen wecken. Richtig gestaltet motiviert sie diejenigen, die an Ihren Produkten oder Dienstleistungen interessiert sind, den Kontakt zu Ihnen aufzunehmen oder Ihre Website zu besuchen.

Visitenkarten sind ein bewährtes Marketing-Tool für Unternehmen aller Größen. Das Überreichen der Visitenkarte ist oft die erste Interaktion zwischen Ihrer Marke und neuer Kundschaft. Daher sollte sie nicht nur einen positiven Eindruck vermitteln, sondern auch einige wichtige Informationen enthalten. Es stellt sich also die Frage: Was muss auf eine Visitenkarte?

Lesen Sie weiter, um zu erfahren, welche Visitenkarten-Inhalte nicht fehlen dürfen.

  1. Logo
  2. Firmenname
  3. Slogan
  4. Name und Berufsbezeichnung
  5. Kontaktdetails
  6. Adresse (Website oder Laden)
  7. Profile in sozialen Netzwerken
  8. QR-Code

1. Logo

Ihr Logo repräsentiert visuell, wofür Sie und Ihr Unternehmen stehen. Es sollte Ihr Unternehmen so gut wie möglich widerspiegeln und Kunden immer daran erinnern. Ein Logo lässt Unternehmen vertrauenswürdig, professionell und verlässlich wirken.

Der ideale Platz ist auf der Vorderseite der Visitenkarte. Verwenden Sie ein hochwertiges Bild mit 300 dpi (Dots per Inch), sodass die Ränder auf der fertigen Visitenkarte gestochen scharf sind. Es gibt auch noch anderes zu beachten, beispielsweise sollten Sie direkt unter dem Logo keinen Text einfügen und das Logo selbst darf nicht zu groß sein. Sie müssen nicht die gesamte Kartenoberfläche bedrucken. Achten Sie darauf, dass das Design ausgewogen ist.

2. Firmenname

Das wichtigste Element der Markenidentität ist zwar das Logo, doch wenn es um Visitenkarten-Informationen geht, darf der Firmenname nicht fehlen. Sparen Sie nicht am Platz, denn von all den Informationen, die auf Ihrer Visitenkarte stehen werden, erinnern sich die meisten Menschen wahrscheinlich nur an den Namen. In puncto Design gilt: Der Firmenname sollte am größten gedruckt sein. Am besten schreiben Sie den Namen vollständig aus, damit auf den ersten Blick klar ist, um was es sich handelt. Beispiel: Kosmetiksalon Luna statt nur Luna oder Martin Müller Finanzdienstleistungen statt MMF.

3. Slogan

Haben Sie einen Slogan oder eine Tagline für Ihr Kleinunternehmen? Auch das gehört auf Ihre Visitenkarte. Wenn es keinen Slogan gibt, können Sie beispielsweise Ihr Angebot in wenigen Worten zusammenfassen. Hierzu raten wir besonders dann, wenn der Firmenname nicht besonders aussagekräftig ist. Auf den Visitenkarten von Easy Design steht als Slogan „Webdesign & -hosting“. Das ist knapp, präzise und auf den Punkt gebracht.

4. Name und Berufsbezeichnung

Den persönlichen Touch geben Sie Ihrer Visitenkarte mit Ihrem Namen und Ihrer Berufsbezeichnung. Vielen Menschen wird die Berufsbezeichnung als Eselsbrücke dienen, um sich an Ihren Namen zu erinnern, und viele andere Menschen wiederum merken sich bevorzugt das Berufsfeld. Je nach Gepflogenheit in der Branche können Sie auch ein Foto einfügen, um Kunden zu zeigen, wer hinter dem Unternehmen steht – vor allem dann, wenn Sie häufig in direktem Kontakt mit Kunden stehen. Visitenkarten mit Foto sind eine gute Wahl für Immobilienmakler, Fotografen und Pflegefachkräfte.

5. Kontaktdetails

Zu den Kontaktinformationen, die auf Ihrer Visitenkarte vorhanden sein sollten, gehören E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Immerhin müssen Kunden wissen, wie sie Sie erreichen. Richten Sie diese Informationen je nach Wunsch entweder links, rechts oder mittig aus und formatieren Sie sie in einer gut leserlichen Schriftart. Sie bevorzugen eine der beiden Kontaktmethoden? Dann machen Sie sie größer oder positionieren Sie sie an einer besser sichtbaren Stelle.

6. Adresse (Website oder Laden)

Die Website-URL ist unverzichtbar, doch lassen Sie den Teil „http://“ weg, denn er ist nicht erforderlich und verschwendet nur Platz. Denken Sie auch daran, wie wichtig es ist, dass das Design Ihrer Website und das Ihrer Visitenkarte übereinstimmen. Damit meinen wir unter anderem Schriftart und Farben. So erkennen Besucher sofort, dass sie auf der richtigen Seite sind. Wenn Sie ein Ladengeschäft haben, gehört natürlich auch diese Adresse auf die Visitenkarte, damit interessierte Kunden Sie finden. Das trifft nicht zu? Eine Postanschrift ist nicht erforderlich, sparen Sie den Platz lieber.

VistaPrint-Tipp

Megan Morahan, Creative Director bei VistaPrint, empfiehlt, beim Designen von Visitenkarten nach dem Prinzip „weniger ist mehr“ vorzugehen. „Die Informationen sollten so übersichtlich wie möglich sein. Je weniger draufsteht, umso besser.“

7. Profile in sozialen Netzwerken

Wenn Sie Social Media für geschäftliche Zwecke nutzen, ist es eine gute Idee, die Profilinformationen zusammen mit den jeweiligen Symbolen anzugeben. Ganz gleich, ob TikTok oder Instagram, diese Plattformen sind dazu gemacht, sich zu präsentieren und Follower dazuzugewinnen.

8. QR-Code

Der Platz auf der Visitenkarte reicht nicht? Ein QR-Code ist die Lösung. Damit können Sie Kunden zusätzliche Informationen wie die Öffnungszeiten, Sonderangebote und die Unternehmensgeschichte zur Verfügung stellen. Platzieren Sie ihn am besten auf der Rückseite der Visitenkarte.

Wissenswertes zum Visitenkartendruck

Sie sind mit dem Design zufrieden und möchten Ihre Visitenkarte drucken lassen? Überprüfen Sie vorher noch einmal Folgendes:

Beschnittzugabe: Der Begriff Beschnittzugabe bezieht sich auf den Dokumentrand. Damit das fertige Druckprodukt keine weißen Ränder aufweist, müssen Sie sicherstellen, dass die Farben oder Designelemente im Hintergrund bis zum Rand reichen.

Sicherheitslinie: Die Sicherheitslinie kennzeichnet den Bereich, der nach dem Zuschnitt erhalten bleibt. Wichtige Informationen wie Namen, Adressen, Telefonnummern und Logos dürfen nicht über die Sicherheitslinie hinausgehen, da sie sonst abgeschnitten werden.

Schnittbereich: Aufgrund der mechanischen Toleranz von Druckanlagen erfolgt der tatsächliche Zuschnitt an einer beliebigen Stelle zwischen der Beschnittzugabe und der Sicherheitslinie. Deshalb ist es wichtig, dass Text und Bilder nicht in den Schnittbereich überlappen.

Es ist ratsam, eine andere Person zu bitten, sich die Visitenkarte anzusehen, bevor Sie sie für den Druck freigeben. Übermittelt sie wirklich das, was Sie sich wünschen?

Das können Sie mit den folgenden Fragen herausfinden:

  • Was fällt als Erstes auf?
  • Ist es klar, welche Produkte/Dienstleistungen ich anbiete?
  • Wie kann ich kontaktiert werden?
  • Ist der Text gut leserlich?
  • Ist der Kontrast zwischen Logo/Text und Hintergrund stark genug?

Wenn die Antwort auf alle Fragen Ja lautet, steht dem Druck nichts mehr im Weg.

VistaPrint-Tipp

Sie möchten lieber einen Profi damit beauftragen, Ihre Visitenkarte zu entwerfen? Wählen Sie dafür zuerst eine Vorlage aus. Danach hilft Ihnen ein Profi aus dem Designservice-Team von Vista dabei, sie Ihren Vorstellungen anzupassen.