Die 7 Logo-Arten (und wie man sie anwendet)

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Ein Logo ist ein Bild, das ein Unternehmen symbolisiert. So weit, so verständlich. Aber wussten Sie, dass es 7 unterschiedliche Logo-Sorten gibt?

Obwohl sie alle eine Typografie, Bilder oder eine Kombination der beiden enthalten, verleiht jede Logo-Sorte einer Marke doch ein vollkommen eigenes Feeling. Und da Ihr Logo oftmals das erste ist, was ein neuer Kunde sieht, ist es wichtig, dass Sie den richtigen Look für Ihre Marke aussuchen. 

Wenn Sie erfahren möchten, wie Sie die beste Logo-Sorte für Ihr Unternehmen auswählen, sind Sie hier richtig. Schauen Sie sich dieses Video von unserem US-Team (auf Englisch) an, in dem die 7 Typen vorgestellt werden, oder lesen Sie einfach weiter.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Die sieben Logo-Sorten sind Buchstabenmarken, Wortmarken, Bildmarken, abstrakte Marken, Maskottchen, Kombinationsmarken und Embleme.
  • Jede dieser Logo-Arten eignet sich für verschiedene Verwendungszwecke und Unternehmensziele, wie z. B. einen besseren Wiedererkennungswert.
  • Moderne Logo-Arten, die es lohnt zu erforschen, sind dynamische Logos, animierte Wortmarken, reaktionsfähige Logosysteme, Logos mit negativem Raum und hybride Logos.
  • Um die richtige Sorte Logo für Ihr Unternehmen auszuwählen, sollten Sie sich darauf konzentrieren, was das Logo erreichen und wie es auf digitalen und gedruckten Materialien genutzt werden soll.

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7 Logotypen, die man kennen sollte:

  1. Monogramm-Logos (oder Buchstabenmarken)
  2. Wortmarken
  3. Bildmarken
  4. Abstrakte Logos
  5. Maskottchen
  6. Wort-Bild-Marken (Kombinationsmarken oder hybride Marken)
  7. Embleme

1. Monogramm-Logos (oder Buchstabenmarken)

Monogrammlogos oder Buchstabenmarken sind typografisch gestaltete Logos, die aus Buchstaben bestehen – für gewöhnlich die Firmeninitialien.

IBM, CNN, HP, HBO … das sind die Initialen auf den Logos einiger der bekanntesten Unternehmen der Welt, die eigentlich ursprünglich einen langen Namen haben.

Durch eine Abkürzung auf ihre Initialen sind diese Firmen leichter wiedererkennbar und man erinnert sich besser an sie. Buchstabenmarken sind somit sehr effektiv, um einen Unternehmensnamen zu straffen. Wie viel einfacher ist es zum Beispiel, sich NASA zu merken statt National Aeronautics Space Administration (oder auf Deutsch: Nationale Luft- und Raumfahrtbehörde)?

Die Wahl der Logo-Schriftart spielt bei Monogrammen und Buchstabenmarken eine besonders wichtige Rolle. Diese sollte nicht nur haargenau zu dem passen, was Ihr Unternehmen ausmacht, sondern auch auf allen Druckerzeugnissen, darunter besonders Produktetiketten und Werbeartikeln sowie Visitenkarten, in klein gut lesbar bleiben.

VistaPrint-Tipp: Frisch gegründete Unternehmen sind gut beraten, am Anfang den kompletten Unternehmensnamen unterhalb des Logos zu schreiben, um von Beginn an Markenbekanntheit aufzubauen.

Wann bietet sich ein Monogramm an?

Unternehmen sollten ein Monogramm-Logo wählen, wenn …

  • eine schnelle Namenswiedererkennung für einen langen Firmennamen gewünscht wird und sich die Kunden die Initialen leicht merken können sollen.
  • das Logo auf kleinen Druckoberflächen, wie Visitenkarten, Bonuskarten, Aufklebern oder Kugelschreibern, auftauchen soll.
  • die Marke eine gewisse professionelle Autorität ausstrahlen soll, bei der Klarheit mehr Bedeutung zugewiesen wird als der Persönlichkeit.

Vorteile & Nachteile von Monogramm-Logos

Vorteile

  • Sehr gut lesbar und skalierbar
  • Leicht einheitlich anwendbar
  • Platzsparend, leicht nutzbar in kompakten Layouts und auf kleinen Druckartikeln

Nachteile

  • Kunden verbinden die Buchstaben unter Umständen nicht direkt mit der Marke
  • Die Unterscheidung zu anderen Marken kann schwierig sein

Logodesign-Tipps für Monogramm-Logos

Saubere, selbstbewusste Schriftarten wirken meistens am besten, darunter besonders serifenlose Schriften oder wohl-ausbalancierte Serifenschriften mit starken Buchstabenformen. Übermäßig dekorative Schriftarten schränken bei kleineren Größen die Lesbarkeit ein.

Zurückhaltende, monochrome Farbpaletten wie Schwarz, Weiß, Marineblau und gedeckte, neutrale Farbtöne können dafür sorgen, dass Buchstabenmarken professionell und zeitlos wirken, während eine einzige Akzentfarbe das Design auffrischen kann, ohne es unnötig zu überladen.

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2. Wortmarken (auch: Firmenschriftzug)

Vergleichbar mit der Buchstabenmarke ist auch die Wortmarke ein schriftbasiertes Logo, dessen Fokus einzig auf dem Unternehmensnamen liegt. Berühmte Beispiele: Visa, Google oder Coca-Cola.

Wortmarken funktionieren richtig gut, wenn das Unternehmen einen kurzen, einprägsamen und einzigartigen Namen hat. Mit einer starken Typografie verwandeln Sie auch derartige Logos in leicht wiederzuerkennende Brand Assets.

Somit stehen und fallen Wortmarken mit der richtigen Schriftart. Wählen oder designen Sie selbst eine Schrift, die die Essenz Ihres Unternehmens einfängt. Modelabels etwa tendieren zu klaren, eleganten Schriftarten, die hochwertig wirken, während Anwaltskanzleien oder Behörden meistens bei traditionellen, „schweren“ Schriftarten bleiben, die Sicherheit und Stabilität vermitteln.

VistaPrint-Tipp: Noch keine Markenschrift festgelegt? Holen Sie sich Inspiration bei diesen Ideen für Logoschriftarten.

Wann bietet sich eine Wortmarke an?

Unternehmen sollten eine Wortmarken wählen, wenn …

  • sie für eine neue Marke Bewusstsein schaffen und von Tag eins an ihren Markennamen die Branding-Arbeit machen lassen wollen.
  • der Firmenname kurz, einzigartig und leicht zu lesen ist, selbst nur bei einem kurzen Blick auf Werbetechnik oder Verpackungen.
  • sie ein Logo wünschen, das gedruckt und digital immer gestochen scharf bleibt, mit nur minimalen Variationen bei den verschiedenen Verwendungszwecken.

Vor- und Nachteile von Wortmarken 

Vorteile

  • Firmennamen in ansprechend designten Schriftarten werden leichter erinnert
  • Einheitlich und verlässlich im Druck und digital
  • Ideal für Markenbewusstsein von Anfang an, bringt Zielgruppe den Namen bei und lässt sich leichter erinnern

Nachteile

  • Limitiertes symbolisches Storytelling
  • Platzbeschränkungen bei langen Unternehmensnamen

Logodesign-Tipps für Wortmarken

Wortmarken profitieren von selbst designten oder einzigartigen Schriftarten, die speziell zu Ihrer Marke passen. Kleine Änderungen, wie justierte Abstände oder personalisierte Buchstabenformen, machen oft den Unterschied aus zwischen generisch und auffällig.

Farben können hier mehr Persönlichkeit vermitteln als bei Buchstabenmarken. Viele Unternehmen mit Wortmarken nutzen eine Primärfarbe mit ausreichend weißem Raum darum, um Lesbarkeit bei digitalen und gedruckten Zwecken sicherzustellen.

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3. Bildmarken (oder Logo-Symbole)

Eine Bildmarke, auch Brandmarke, Signet oder Logo-Symbol genannt, ist ein Bildzeichen, Icon oder grafikbasiertes Design.

Es ist vermutlich das, woran die meisten Menschen denken, wenn sie an ein „Logo“ denken: ein Bild. Wie beispielsweise der berühmte Apfel von Apple, der inzwischen historische Vogel von Twitter, oder die stilisierte Zielscheibe des US-Retail-Riesen Target.

Jedes dieser Logos ist zu einem so starken Symbol geworden, dass man die dazugehörigen berühmten Marken allein an ihrer Bildmarke sofort erkennt.

Da eine echte Bildmarke nur aus einem Bild besteht, kann diese Logo-Art gerade für junge Unternehmen, die noch nicht so bekannt sind, eine Herausforderung darstellen. Das Symbol muss dabei eindeutig, relevant und flexibel genug sein, um mit dem Unternehmen wachsen zu können. Manche dieser Bildlogos spiegeln den Markennamen direkt wider, während andere auf symbolhafte Bilder zurückgreifen, um vielmehr die Markenwerte zu kommunizieren.

Die größte Herausforderung an einer Bildmarke besteht darin, ein passendes Bildmotiv zu wählen, denn dieses Bild wird für eine lange Zeit mit der Marke assoziiert werden.

Welche Bedeutung soll das Bild haben: Soll es einen Bezug zum Namen herstellen, wie beispielsweise John Deere mit seinem Hirsch als Wortspiel (engl. “deer”)? Oder soll eine tiefere Bedeutung übermittelt werden (Beispiel: Snapchats Geist, der auf verschwindende Inhalte hinweist)? Oder möchten Sie eine Emotion hervorrufen (wie die World Wildlife Foundation mit dem stilisierten Panda)?

Wann bietet sich ein bildliches Markenlogo an?

Unternehmen sollten eine Bildmarke wählen, wenn …

  • sie einen weltweiten Wiedererkennungswert anstreben und ein internationales Symbol über Sprachbarrieren hinweg besser funktioniert als der Name.
  • der Markenname schwer auszusprechen, zu buchstabieren oder übersetzen ist und lieber eine Bildmarke die Arbeit für sie macht.
  • das Unternehmen über ein eindeutiges, stabiles Hauptproduktsortiment verfügt und somit ein bestimmtes Symbol die sichere langfristige Wahl darstellt.

Vor- und Nachteile von Bildmarken

Vorteile

  • Langfristig und direkt wiedererkennbar
  • Sprachenunabhängig und international
  • Sauber und vielseitig

Nachteile

  • Schwieriger für neue Marken
  • Benötigt einheitliche Verwendung

Logodesign-Tipps für Bildmarken

Bei Bildmarken gilt, weniger ist mehr. Mutige Formen passen am besten zu beschränkten Farbpaletten – setzen Sie auf eine oder zwei starke Farben, die sich einheitlich auf verschiedenen Materialien verwenden lassen. Nutzen Sie schlichte serifenlose Schriftarten zusammen mit Ihrem Symbol, damit Schrift und Bild nicht um die Aufmerksamkeit der Betrachter wetteifern. Saubere Schriften lenken die Aufmerksamkeit auf das Symbol, während der Markenname somit modern wirkt und gut lesbar ist.

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4. Abstrakte Logos

Ein abstraktes Logo ist eine besondere Abwandlung der Bildmarke. Statt eines wiedererkennbaren Bildes – Apfel, Vogel, Geist – handelt es sich hier um eine abstrakte geometrische Form, die ein Unternehmen repräsentiert.

Zu bekannten Beispielen gehören das BP-Logo, der geteilte Kreis von Pepsi und das stilisierte Y der Adidas-Blume.

Wie alle Logo-Symbole haben auch abstrakte Logos eine potenziell sehr große Strahlkraft, da sie eine Marke in einem einzigen Bild zusammenfassen. Da sie nicht auf konkrete Formen begrenzt sind, lässt sich mit ihnen etwas wirklich Einzigartiges schaffen.

Der Vorteil eines abstrakten Logos besteht darin, dass Sie die Symbolik dahinter selbst definieren. Durch Farbe und Form messen Sie Ihrer Marke Bedeutung bei und setzen auf bestimmte Emotionen. Eines der gelungensten Beispiele ist das Swoosh-Symbol von Nike, das für Bewegung, Freiheit und Entschlossenheit steht. Durch Farbe und Form können Sie Ihrem Logo Bedeutung zuschreiben und bestimmte Assoziationen kultivieren.

Wann bietet sich ein abstraktes Logo an?

Unternehmen sollten ein abstraktes Logosymbol wählen, wenn …

  • sie über einzelne Produkte oder Dienstleistungen hinaus Raum zum Wachsen wünschen, ohne später ein neues Logo selbst gestalten zu müssen.
  • sie Werte und Emotionen statt buchstäblicher Bedeutung vermitteln möchten.
  • sie eine wiedererkennbare Bildmarke gestalten möchten, die nicht auf kulturellen Bedeutungen oder Symbolen fußt.

Vor- und Nachteile von abstrakten Logos

Vorteile

  • Einzigartig und sehr persönlich für Ihre Marke
  • Über die Zeit hinweg gut anpassbar
  • Emotionsgeladen

Nachteile

  • Bedeutung und Symbolik werden nicht unmittelbar verstanden
  • Design-Expertise vonnöten

Logodesign-Tipps für abstrakte Logos

Abstrakte Logos erlauben Ihnen mehr Freiheiten bei Farbe und Form, aber da Farben oftmals die Bedeutung tragen, sollte die Farbwahl eng mit der Markenpersönlichkeit und dem emotionalen Ausdruck des Unternehmens abgeglichen werden. Farbverläufe und mehrfarbige Systeme funktionieren, solange sie kontrolliert und durchdacht angewendet werden. Zurückhaltende Typografie mit schlichten, modernen Schriftarten erdet die abstrakte Bildmarke und sorgt für mehr Markenbekanntheit.

5. Maskottchen-Logos

Maskottchen-Logos sind Logos, die auf einer illustrierten Figur basieren.

Oftmals bunt, manchmal cartoon-haft und meistens nonchalant bis frech ist das Maskottchen ein bewährter Weg, um einen eigenen wiedererkennbaren Markenbotschafter (oder Markencharakter) zu kreieren.

Zu den berühmtesten Maskottchen zählen unter anderem der Haribo-Goldbär, der Colonel von KFC und das gute alte Michelin-Männchen.

Maskottchen sind ideal für Unternehmen, die eine freundliche Atmosphäre schaffen wollen oder sich an Familien und Kinder wenden. Diese Sorte Logos hat sich auch im Marketing und auf Social Media als besonders effektiv herausgestellt, weil charakterbasierte Inhalte für mehr Interaktion sorgen.

Damit Ihr Maskottchen-Logo vielseitiger einsetzbar ist, sollten Sie auch vereinfachte Versionen für kleinere Druckartikel gestalten, die weiterhin erkennbar und visuell ansprechend sind.

Wann bietet sich ein Maskottchen als Logo an?

Unternehmen sollten mit einem Maskottchen arbeiten, wenn …

  • sie eine Marke aufbauen, mit der sich Leute schnell verbunden fühlen sollen, besonders auf hart umkämpften Märkten.
  • das eigene Marketing auf Inhalten in den sozialen Medien, Community-Events oder Werbeaktionen aufbaut.
  • sie eine einheitliche Markenstimme um einen Charakter aufbauen können.
  • Familien und Kinder die Zielgruppe sind.

Vorteile

  • Starke Persönlichkeit
  • Hohes Potenzial für Interaktionen
  • Einprägsam und freundlich

Nachteile

  • Beschränkte Skalierbarkeit
  • Nicht für alle Branchen geeignet
  • Steht und fällt mit der Qualität der Illustration

Logodesign-Tipps für Maskottchen-Logos

Maskottchen-Logos haben tendenziell eine wärmere und ausdrucksstärkere Farbpalette, die der Figur Charakter verleiht. Hellere Farben funktionieren oft gut, besonders für auf Familien oder Konsumenten ausgerichtete Marken, aber sie sollten trotzdem im Druck gut erkennbar sein. Verwenden Sie freundliche und nahbare Schriften mit abgerundeten Ecken und sanfteren Formen. 

Der Schlüssel liegt in der Ausgewogenheit: Das Maskottchen sollte auffallen, ohne jedoch den Markennamen in den Schatten zu stellen oder sich nur schwierig vervielfältigen zu lassen.

6. Wort-Bild-Marken (Kombinationsmarken oder hybride Logos) 

Es steckt schon im Namen: Eine Kombinationsmarke ist eine Wort- oder Buchstabenmarke in Kombination mit einer Bildmarke, einem abstrakten Logo oder Maskottchen. Text und Bild können Seite an Seite stehen, aufeinander platziert sein oder ineinander kombiniert werden, um ein hybrides Logo zu erzeugen. Einige bekannte Kombinationen kommen von Doritos, Burger King und Lacoste.

Eine Kombinationsmarke stellt eine vielseitige Wahl dar, da sowohl Text als auch Symbol oder Maskottchen zusammenarbeiten, um Ihre Marke bekannt zu machen und den Wiedererkennungswert zu erhöhen.

Ihre Kundschaft beginnt somit außerdem, Ihr Unternehmen mit der Bildmarke oder dem Maskottchen in Verbindung zu bringen, sodass Sie in Zukunft, falls gewünscht, auch allein auf das Symbol setzen können, ohne Ihren Namen zu integrieren. Und da die Kombination aus Symbol und Text zusammen ein bestimmtes Bild erschafft, lässt sich ein derartiges Logo leichter markenrechtlich schützen als eine Bildmarke allein.

Wann bietet sich eine Kombinationsmarke als Logo an?

Unternehmen sollten mit einem Kombinationslogo arbeiten, wenn …

  • sie ein vielseitiges Logo wünschen, das überall funktioniert, von Werbetechnik über Marketingmaterial bis hin zu Produktverpackungen.
  • sie einen Marken-Wiedererkennungswert schaffen wollen, dank dem das Symbol auch alleine genutzt werden kann, sobald die Bekanntheit steigt.
  • sie planen, das Logo in vielen verschiedenen Layouts zu nutzen, z. B. horizontal für Website-Header und übereinander für Social Media.

Vor- und Nachteile von einer Kombinationsmarke

Vorteile

  • Sehr anpassungsfähig und flexibel
  • Starke Markenassoziation
  • Leichter markenrechtlich schützbar

Nachteile

  • Setzt sorgfältige visuelle Ausgewogenheit voraus
  • Kann gedrängt wirken
  • Benötigt klare Abstandsregeln

Logodesign-Tipps für Kombinationsmarken

Ein starker Kontrast sorgt dafür, dass der Text abseits des Symbols lesbar bleibt, besonders auf Verpackungen und Werbetechnik. Viele Unternehmen nutzen eine knallige Hauptfarbe für das Symbol und einen eher neutralen Farbton für den Text, damit sich das Logo leichter an verschiedene Layouts anpasst.

7. Emblem-Logos

Ein Emblem besteht aus einer Schrift innerhalb eines Symbols oder eines Bildes, beispielsweise eines Abzeichen, Siegel und Wappens. Diese Logos tendieren zu einer eher traditionellen Erscheinung, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen, und sind daher oftmals die Wahl von Schulen, Organisationen und Behörden. Auch in der Autoindustrie sind sie sehr beliebt. Während sie durch ihren klassischen Stil bestechen, haben einige Unternehmen ihnen einen moderneren Look verpasst, um sie an das 21. Jahrhundert anzupassen (zum Beispiel Starbucks mit seinem Meerjungfrauen-Emblem oder Harley-Davidsons berühmtes Wappen).

Aber aufgrund ihrer vielen Details und der Tatsache, dass Name und Symbol eng miteinander verbunden sind, können sie weniger vielseitig sein als die bereits erwähnten Logotypen. Ein verschachteltes Emblem lässt sich nicht leicht auf alle Brandingmaterialien anwenden. Auf Visitenkarten wird es vielleicht so klein, dass man es gar nicht mehr lesen kann. Auch wenn Sie es auf Mützen oder Shirts drucken lassen wollen, muss das Design eher simpel sein, da es ansonsten nicht völlig lesbar und unter Umständen verschwommen abgebildet wird.

Es gilt also, das Design so unkompliziert wie möglich zu gestalten, um ein starkes, klares Logo in Profi-Optik zu erhalten.

Wann bietet sich ein Emblem als Logo an?

Unternehmen sollten ein Emblem-Logo gestalten, wenn …

  • die Marke auf traditionellen Elementen basiert, wie (Kunst-)Handwerk, klassischen Werten oder offizieller Glaubwürdigkeit.
  • das Logo größtenteils auf Verpackungen, Etiketten oder Uniformen auftaucht und diesen im Wappen-Stil zugehörig wirkt.
  • das Logodesign für kleine Druckflächen vereinfacht werden kann, wie für Visitenkarten und Werbeartikel.

Vor- und Nachteile von eines Emblem-Logos

Vorteile

  • Etabliert und verlässlich
  • Starker visueller Auftritt
  • Funktioniert gut auf Verpackungen

Nachteile

  • Weniger flexibel und anpassbar
  • Details können beim Druck oder bei Stickereien verschwinden

Logodesign-Tipps für Embleme

Emblem-Logos basieren auf bestimmten Formen und feinen Details, also muss eine klare Darstellung hier an erster Stelle stehen. Setzen Sie auf eine schlichte Schriftart, die sich auch in kleineren Größen gut lesen lässt, und vermeiden Sie zu dünne Linien, die im Druck oder als Stickerei verloren gehen können. Wählen Sie Schriften, die zum visuellen Ton des Emblems passen – klassische Serifen oder Slab-Fonts (sogenannte Egyptiennes) betonen das visuelle Erbe, während ein cleaneres, serifenloses Lettering den Look in die Moderne holt, ohne dabei an Autorität einzubüßen. Für mehr Vielfalt designen Sie eine vereinfachte Version bereits zu einem frühen Zeitpunkt, um auf alle Unwägbarkeiten vorbereitet zu sein.

Viele Emblem-Logos funktionieren am besten als vollständiges Wappen auf Verpackungen und Werbetechnik, während eine minimalistischere Version (als Symbol oder Initialen) sich für Avatare auf Social Media und kleinformatige Anwendungen bewährt hat.

8. Moderne, fortgeschrittene Logo-Arten

Die meisten Unternehmen finden ihren Favoriten unter den 7 genannten Logo-Sorten. Aber die meisten Marken nutzen ein Logo nur in den seltensten Fällen auf eine einzige Art bis ans Ende der Zeit. Zwischen Social-Media-Avataren, Kurzvideos, Verpackungsmaterial und Werbeartikeln könnten Sie von einem flexibleren Logosystem profitieren, indem Sie auch auf die folgenden modernen Logo-Varianten setzen. 

Quelle: Logodesign von Zea Lab über 99designs von Vista

Dynamische Logos

Ein dynamisches Logo verändert einzelne Elemente, wie Farben, Muster, Layout oder unterstützende Grafiken, während der Hauptteil des Logos gleich bleibt. Dieser Ansatz eignet sich am ehesten für Sie, wenn Ihr Logo in vielen Formaten und Größen auftaucht und Sie ein hauptsächliches Identitätssystem brauchen, das Sie einheitlich für Druck, Digitales und Marketingmaterial verwenden möchten. Der Schlüssel ist hier elegante Zurückhaltung: Denn wenn sich alles ändert, ist nichts mehr vertraut.

Wann bietet sich ein dynamisches Logo an?

Unternehmen sollten ein dynamisches Logo gestalten, wenn …

  • ein anpassbares Logo gewünscht wird, das auf Profilen in den sozialen Medien, auf Webseiten, bei Werbetechnik, im Druck und auf Marketingmaterial gleichermaßen erkennbar bleibt.
  • sie häufig Kampagnen veröffentlichen und auf ein anpassbares System setzen, das nicht jedes Mal neu entworfen werden muss.
  • das Logo in mehreren Größen funktionieren soll, damit eine kleine Version auf kleinem Raum (wie für Avatare) und eine vollständigere Variante für großflächigere Layouts genutzt werden kann.

VistaPrint-Tipp: Stellen Sie eindeutige Regeln dafür auf, was sich ändern darf und was nicht, und probieren Sie dann mit den verschiedenen Versionen herum. Wenn Ihr Logo auf einer Visitenkarte gut wirkt, dann tut es das üblicherweise auch überall sonst.

Animierte Wortmarken

Animierte Wortmarken verwenden Bewegung, um dem Logo Leben einzuhauchen. Vielleicht schlittern Buchstaben an ihren Platz oder enthüllen ein witziges kleines Detail oder klappen sich langsam auf? Solange man sparsam vorgeht, kann eine Animation eine Marke selbstbewusst und modern wirken lassen, besonders natürlich in Videoformaten oder bei digitalen Werbeanzeigen.

Animiertes Wortmarken-Design von Maryia Dziadzulia über 99designs von Vista
Animiertes Wortmarken-Design von Ševarika™ über 99designs von Vista

Wann bietet sich eine animierte Wortmarke an?

Unternehmen sollten ein animiertes Logo gestalten, wenn …

  • das Logo in Videoinhalten auftaucht, darunter Intros, Outros, Reels, TikToks und kurzen Werbeanzeigen, bei denen Bewegung der Marke einen modernen Touch verleiht.
  • das Logo im digitalen Raum wie bei Website-Headern verwendet wird, in denen subtile Animation einem Logo Persönlichkeit verleiht, ohne vom Inhalt abzulenken.
  • Produktlaunches beworben werden und visuelle Energie in die Kampagne eingebracht werden soll, ohne dass die Markenidentität verändert wird.

Animation ist komplett digital, weshalb diese Logodesigns immer von einer starken statischen Version für den Druck ergänzt werden müssen. Sieht das Logo nämlich nur in Bewegung gut aus, dann ist es noch kein gutes Logo, sondern nur ein netter Special Effect.

Bildmarken mit negativem Raum

Logos mit negativem Raum nutzen den Hintergrund als Teil des dargestellten Symbols oder Namens. Wenn sie gut designt wurden, dann wirken Bildmarken mit negativem Raum richtig raffiniert und erinnerungswürdig. Stellen Sie nur sicher, dass die versteckten Details in kleinen Logo-Größen nicht verschwinden.

Quelle: Logodesign von Yoga Perdana über Dribbble
Quelle: Logodesign von Yoga Perdana über Dribbble

Wann bietet sich ein Logo mit negativem Raum an?

Unternehmen sollten eine Bildmarke mit negativem Raum gestalten, wenn …

  • das Logo mit nur einer Farbe funktionieren soll oder Sie ein kühnes Design wünschen, das ohne Farbverläufe oder sonstige Details besonders heraussticht.
  • sie ein schlichtes Logo designen möchten, das auch in kleinen Größen exzellent aussieht.
  • das Logo auf Verpackungen auftauchen soll – ein gestochen scharfes, kontrastreiches Logo sollte sich auf Etiketten schnell lesen lassen.

VistaPrint-Tipp: Wenn der Erfolg Ihres Logos von einem visuellen Trick mit kleinem negativen Raum abhängt, dann muss es extensiv getestet werden. Überprüfen Sie Ihr Logo in Visitenkartengröße, und falls das Detail verschwindet, vereinfachen Sie Ihr Design oder vergrößern Sie den negativen Raum.

9. Welche Logo-Art passt zu Ihren Unternehmenszielen?

Jede Logo-Sorte hat eine Art idealen Anwendungsfall. Die einfachste Art, Ihr Logo auszuwählen, ist eine Abgleichung des Logos mit Ihren Unternehmenszielen und dem Kontext, in dem es auftauchen soll.

Schnelle Wiedererkennung des Namens

Eine Wortmarke stellt Ihren vollen Unternehmensnamen in den Mittelpunkt, sodass neue Marken schnell einen gewissen Bekanntheitsgrad erreichen. Diese Logo-Sorte lässt sich sauber und einfach für Werbetechnik, Verpackungen und Website-Headers nutzen, aber lange Namen lassen sich schwieriger auf Etiketten und kleine Aufkleber drucken. 

Eine Buchstabenmarke (Monogramm) löst dieses Problem, indem der Name auf seine Initialen reduziert wird, was wiederum ideal ist für Visitenkarten, App-Symbole, Avatare in den sozialen Medien, Treuekarten, Werbeartikel, Stempel und bestickte Uniformen.

Weltweite Bekanntheit

Eine Bildmarke eignet sich für Marken, die über mehrere Länder hinweg oder online Produkte oder Dienstleistungen verkaufen. Bildmarken bilden perfekte App-Symbole, Social-Media-Avatare, Verpackungssiegel und Schilder an der Ladenfassade, sie benötigen jedoch eine starke Markenbekanntheit, um alleine – also ohne Markennamen an ihrer Seite – bestehen zu können.

Ein abstraktes Logo eignet sich unter Umständen besser, wenn Sie ein Symbol wünschen, das gemeinsam mit Ihrem Unternehmen wachsen kann. Das ist besonders praktisch für Produktlinien, gebrandete Muster und großformatiges Marketing, aber es muss stets einheitlich angewandt werden, um einen gewissen Wiedererkennungswert zu erreichen.

Persönlichkeit und Interaktion

Ein Maskottchen-Logo verleiht Ihrer Marke augenblicklich einen besonderen Charakter, an den sich Leute erinnern. Dies ist besonders hilfreich für Inhalte in den sozialen Medien, Marketing vor Ort, Unternehmen mit Fokus auf Kindern und Familie sowie saisonale Werbeaktionen. Im Druck lassen sich Maskottchen problemlos auf Speisekarten, Plakate, Verpackungen und Merchandise setzen, aber oftmals ist auch eine vereinfachte Variante vonnöten, die auf kleinen Etiketten oder Visitenkarten Platz findet.

Anpassungsfähigkeit über alle Layouts hinweg

Eine Kombinationsmarke ist eine sichere Bank und der Allrounder des Logodesigns: Vollversion auf Verpackungen, an der Ladenfassade und in Werbeanzeigen, Bild für Aufkleber, Favicons und Profile auf Social Media und Markenname auf Business-Schreibwaren wie Stempeln, Umschlägen und Briefpapier.

Autorität und Tradition

Ein Emblem-Logo steht für ein traditionsreiches Erbe und Glaubwürdigkeit, weshalb es sich besonders für Uniformen, Etiketten, Plaketten und Dienstmarken anbietet. Sparen Sie an allzu feinen Details, denn verschachtelte Designs verschwimmen auf kleinen Druckartikeln.

10. So finden Sie die richtige Logo-Sorte für Ihr Business

Sie kennen jetzt die verschiedenen Logo-Sorten, wissen, wie sie wirken und wo Sie sie entsprechend einsetzen können. Von Buchstabenmarken und Wortmarken über Bildmarken und Maskottchen bis hin zu Emblemen und modernen Logo-Varianten, jede dieser Logo-Arten hat unterschiedliche Stärken. Einen passenden Logo-Stil für Ihr Unternehmen auszuwählen bedeutet auch, sich von allgemeinen Logodesign-Trends abzuwenden und sich stattdessen einige praktische Fragen zu stellen:

  • Was ist die Hauptaufgabe meines Logos? Schnelle Bekanntheit des Markennamens, Wiedererkennungswert der Marke, Glaubwürdigkeit, Persönlichkeit oder flexible Anpassungsfähigkeit stehen alle jeweils für unterschiedliche Logo-Sorten.
  • Wo wird mein Logo am häufigsten auftauchen? Verschiedene Arten Logos eignen sich jeweils für Visitenkarten, Verpackungen, Werbeartikel, Digitales und Werbetechnik.
  • Wie stoßen Kunden auf mein Unternehmen? Recherchen und Empfehlungen basieren auf lesbaren (und aussprechbaren) Namen, Fußgängerverkehr benötigt Lesbarkeit auch auf größere Entfernungen und soziale Medien setzen auf Klarheit und Lesbarkeit auch bei kleinen Größen.
  • Wie viel Raum brauche ich für zukünftiges Wachstum? Wortwörtliche Symbole können künftige Expansionen einschränken, während flexiblere und reaktionsfähige Logos sich daran anpassen, wie schnell sich Ihr Unternehmen ändert und wächst.
  • Brauche ich ein nutzbares Logosystem? Ein vollständiges Logo, eine vereinfachte Version, eine einfarbige Variante und mehr sorgen dafür, dass Ihre Marke bei Druckartikeln und im digitalen Raum immer markenkonform, aber eben an den Zweck angepasst auftritt.

Ein durchdachtes und gut designtes Logo sorgt dafür, dass Ihre Materialien raffiniert aussehen, Ihr Unternehmen bemerkt und erinnert wird und die Leute Ihre Marke wiedererkennen.

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11. FAQ Logo-Sorten

Welche Logo-Sorte ist die vielseitigste für Druck und Digitales?

Kombinationsmarken sind fïür gewöhnlich die facettenreichste Wahl. Sie enthalten sowohl den Markennamen als auch ein Symbol, wodurch sie sich leicht an verschiedene Formate anpassen lassen. Nutzen Sie die vollständige Kombinationsmarke auf Websites, für Werbetechnik und Verpackung, wechseln Sie dann zum Symbol für Social-Media-Avatare, Aufkleber oder kleine Werbematerialien. Diese Vielseitigkeit ist im Druck sehr wichtig, wenn der verfügbare Platz variiert. Eine durchdacht gestaltete Kombinationsmarke erleichtert Ihnen den Aufbau eines reaktionsfähigen Logosystems, mit dem Ihr Branding einheitlich bleibt.

Sollte ich als neues Unternehmen auf eine Bildmarke oder eine Wortmarke setzen?

Die meisten neuen Unternehmen am Markt beginnen mit einer Wortmarke oder einer Kombinationsmarke. Symbolbasierte Logos sind zutiefst abhängig von der Markenbekanntheit, die erst aufgebaut werden muss. Ohne Kontext teilt ein Bild oder Symbol möglichen Kunden nur selten mit, wer Sie sind und was Sie tun. Eine Wortmarke dagegen stellt Ihren Unternehmensnamen in den Mittelpunkt, wodurch Kunden sich leichter an Sie erinnern und nach Ihnen googeln können. Eine Kombinationsmarke ermöglicht Ihnen die Einführung eines Symbols Seit an Seit mit Ihrem Markennamen, damit Sie dann später bei größerer Markenbekanntheit auf Ihr Symbol als alleiniges Logo zurückgreifen können.

Was ist der Unterschied zwischen einem Emblem-Logo und einer Kombinationsmarke?

Kombinationsmarken sind flexibler einsetzbar als Embleme. In einem Emblem-Logo sind Text und Symbol innerhalb einer eigenen Form miteinander verbunden, oftmals als Wappen oder Siegel. Dies verleiht Emblemen einen klassischen, etablierten Look, lässt sie jedoch nur schwierig kleiner skalieren oder für andere Anwendungen abändern. Eine Kombinationsmarke behält Text und Symbol als separate Elemente bei, selbst wenn sie gemeinsam genutzt werden, sodass sie sich leichter vergrößern, verkleinern, neu anordnen und für den Druck vereinfachen lassen, besonders wenn der Platz knapp ist.

Dieser Artikel wurde ursprünglich von Hilda Morones geschrieben und 2016 veröffentlicht. Er wurde aktualisiert und mit neuen Informationen und Beispielen versehen.