Die Essentials für Ihre Visitenkarte

Voraussichtliche Lesezeit: 11 Minuten
Was muss auf eine Visitenkarte?

Das Wissen darüber, was auf eine Visitenkarte gehört – und was man lieber auslässt –, ist der Schlüssel für Ihre eigenen professionellen und effektiven Karten zum Networken. Die Grundlagen dürften als bekannt vorausgesetzt werden: Ihr Name, Logo sowie die Kontaktinformationen. Aber wie Sie diese Daten aufbereiten, kann über Erfolg und Misserfolg entscheiden.

Eine durchdachte und gut gestaltete Visitenkarte kann mehr als nur Ihre Unternehmensinfos auflisten. Sie schafft einen starken ersten Eindruck und erinnert Menschen daran, wer Sie sind und wie man Sie erreicht – ob per Telefon, E-Mail oder Website-Formular. Visitenkarten sind und bleiben eines der wichtigsten Marketingtools. Tatsächlich hat der 2025 Small Business Marketing Guide von VistaPrint x Wix herausgefunden, dass 58 % der Kleinunternehmen immer noch mit Visitenkarten arbeiten, um neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen – also bleiben die kleinen bedruckten Kärtchen auch im Zeitalter der digitalen Revolution nützliche Helfer im Marketingkampf.

In diesem Leitfaden erklären wir Ihnen, welche Informationen auf Ihren Visitenkarten nicht fehlen dürfen, wie Sie diese anordnen und wie sich Visitenkarten für unterschiedliche Branchen unterscheiden. Zusätzlich finden Sie praktische Tipps für den Druck, um sicherzustellen, dass jedes Info-Element für Ihre Karten auch in Ihr Design passt.

Was auf eine Visitenkarte gehört: Vorderseite

Eine Infografik zeigt die Elemente (Logo, Slogan/Tagline, Firmenname) die auf die Vorderseite einer Visitenkarte gehören.

Das Designen einer Visitenkarte beginnt immer mit der Vorderseite – und dafür muss man wissen, welche Details dort erwartet werden: Diese Seite Ihrer Karte sollte die grundlegenden Informationen enthalten, also die Elemente, die sofort klarmachen, wer Sie sind und wofür Ihr Unternehmen steht.

1. Logo

Ihr Logo drückt die Essenz des Unternehmens in visueller Form aus. Es sollte Ihr Unternehmen verkörpern und Kunden an Sie und Ihre Firma erinnern. Ein Logo lässt Unternehmen vertrauenswürdig, professionell und verlässlich wirken.

Der ideale Platz dafür ist auf der Vorderseite der Visitenkarte. Verwenden Sie ein hochwertiges Bild mit 300 dpi (Punkte pro Zoll), sodass die Ränder auf dem fertigen Druckerzeugnis gestochen scharf sind. Außerdem sollten Sie um das Logo herum genügend Platz lassen und das Logo selbst nicht zu groß gestalten. 

2. Firmenname

Das wichtigste Element der Markenidentität ist zwar das Logo, doch wenn es um Visitenkarten geht, darf auch der Firmenname nicht fehlen. Sparen Sie hierbei nicht am Platz, denn von allen Elementen Ihres Visitenkarten-Layouts erinnern sich die meisten Menschen wahrscheinlich am ehesten an den Namen. 

In puncto Design gilt: Der Firmenname sollte am größten gedruckt sein. Am besten schreiben Sie den Namen vollständig aus, damit auf den ersten Blick klar ist, was Sie anbieten. Beispiel: „Kosmetiksalon Luna“ statt nur „Luna“, oder „Martin Müller Finanzdienstleistungen“ statt lediglich „MMF“.

3. Slogan

Haben Sie einen Slogan oder eine Tagline für Ihr Kleinunternehmen? Auch das gehört auf Ihre Visitenkarte. Wenn es keinen Slogan gibt, können Sie beispielsweise Ihr Angebot in wenigen Worten zusammenfassen. Hierzu raten wir besonders dann, wenn der Firmenname nicht besonders aussagekräftig ist. 

Auf den Visitenkarten einer IT-Firma steht als Slogan „Webdesign & -hosting“, damit eindeutig ist, in welcher Branche das Unternehmen tätig ist. Das ist knapp, präzise und auf den Punkt gebracht.

Was auf eine Visitenkarte gehört: Rückseite

Eine Infografik zeigt die Elemente (Kontaktdetails, Website etc.) die auf die Rückseite einer Visitenkarte gehören.

Die Rückseite Ihrer Visitenkarte bietet Ihnen Platz für detailliertere Kontaktinformationen, die das Design auf der Vorderseite unterstützend ergänzen. Diese Seite bietet Ihnen Raum für all die praktischen Visitenkarten-Elemente, mithilfe derer sich Leute mit Ihnen in Kontakt setzen oder mehr über Sie erfahren können.

4. Name und Berufsbezeichnung

Den persönlichen Touch geben Sie Ihrer Visitenkarte mit Ihrem Namen und Ihrer Berufsbezeichnung. Einigen wird die Berufsbezeichnung als Eselsbrücke dienen, um sich an Sie zu erinnern, während sich andere wiederum bevorzugt Ihren Namen merken. 

Je nach Gepflogenheit in der Branche können Sie auch ein Foto einfügen, um Ihrer (potenziellen) Kundschaft zu zeigen, wer hinter dem Unternehmen steht – vor allem dann, wenn Sie oft direkten Kontakt mit Kunden pflegen. Visitenkarten mit Foto sind eine gute Wahl für Immobilienmakler, Fotografen und Pflegefachkräfte.

5. Kontaktdetails

Die Kontaktinformationen auf Ihrer Visitenkarte sollten mindestens Ihre E-Mail-Adresse und Ihre Telefon- oder Handynummer umfassen. Das sind enorm wichtige Informationen auf Ihrer Visitenkarte, denn die meisten Menschen werden Sie darüber kontaktieren. 

Richten Sie diese Informationen je nach Wunsch entweder links, rechts oder mittig aus und wählen Sie eine gut leserliche Schriftart. Sie bevorzugen eine Kontaktmethode mehr als die andere? Dann setzen Sie diese in einer größeren Schriftart oder positionieren Sie sie an einer prominenteren Stelle.

6. Ihre Adresse: online oder vor Ort

Die Website-URL ist unverzichtbar, aber lassen Sie den Teil „http://“ weg, denn er ist nicht erforderlich und verschwendet nur Platz. 

Denken Sie daran, wie wichtig es ist, dass das Design Ihrer Visitenkarte und Website übereinstimmt. Damit meinen wir unter anderem Schriftart und Farben. So erkennen Besucher sofort, dass sie auf der richtigen Seite sind. 

Wenn Sie ein Ladengeschäft haben, gehört natürlich auch diese Adresse auf die Visitenkarte, damit interessierte Kunden zu Ihnen finden. Sie führen Ihre Geschäfte rein virtuell? Dann ist eine Postanschrift selbstverständlich nicht erforderlich und Sie sparen sich den Platz lieber.

7. Profile in sozialen Netzwerken

Wenn Sie Social Media für geschäftliche Zwecke nutzen, ist es eine gute Idee, die Profilinformationen zusammen mit den jeweiligen Logos (Instagram, Facebook, LinkedIn etc.) auf Ihrer Visitenkarte anzugeben. Ganz gleich, ob TikTok oder Instagram, diese Plattformen sind dazu gemacht, Sie im besten Licht zu präsentieren und Follower dazuzugewinnen. 

Geben Sie jedoch nur Profile an, die Ihren professionellen Auftritt unterstützen, damit der Inhalt Ihrer Visitenkarten relevant und clean wirkt.

8. QR-Code

Der Platz auf der Visitenkarte reicht nicht? Ein QR-Code ist die Lösung. Damit können Sie Ihrer Kundschaft zusätzliche Informationen wie Öffnungszeiten, Sonderangebote und die Unternehmensgeschichte verlinken. Platzieren Sie ihn am besten auf der Rückseite der Visitenkarte.

Was auf eine Visitenkarte gehört: nach Branche

Was Ihre Kundschaft auf ihren Visitenkarten erwartet, hängt oftmals von Ihrem Sektor und Ihrer genauen Arbeit ab. Die Basics sind zwar stets dieselben – Name, Logo und Kontaktdetails –, aber wie diese aufbereitet werden, kann unter Umständen je nach Branche variieren. 

Alexandra von WildFlora weist darauf hin, dass „man aus einer Visitenkarte alles Mögliche machen kann“. Die besten Visitenkarten betonen, was ihren jeweiligen Kunden am wichtigsten ist, und erleichtern die Kontaktaufnahme. „Durch zusätzliche Infos werden die Karten für unsere Kundinnen und Kunden noch nützlicher“, fügt Alexandra hinzu. 

Um Ihnen bei der Entscheidung zu helfen, was auf Ihre Visitenkarten gehört, haben wir für Sie ein paar Beispiele dazu gesammelt, welche Informationen sich am besten für unterschiedliche Unternehmen eignen.

Branche oder BerufVorderseiteRückseite
Selbstständig oder BeraterberufeVoller Name, Firmenname und/oder -logo, kurze Tagline/Slogan („Texterin für Marken-Storytelling“) und HauptkontaktmethodeWebsite-URL, E-Mail-Adresse, Social-Media-Handles, QR-Code mit Link zum Portfolio oder zur Buchungsseite
Einzelhandel oder BoutiqueLogo, Name des Ladens, Tagline, hauptsächlicher ProduktfokusAdresse, QR-Code zur Position auf der Karte, Öffnungszeiten und Aktionscode für Sonderangebote
Restaurant oder CaféLogo, Name des Gastro-Betriebs, Art der Speisen (bspw. „Tibetanische Spezialitäten“)Physische Adresse, Link/QR-Code für Reservierungen, Social-Media-Symbole für Bewertungen oder Fotos zum Teilen
ImmobilienmaklerFoto der Person, Name, Logo des MaklerbürosTelefonnummer, E-Mail-Adresse, Website, QR-Code mit Link zu Inseraten oder Bewertungen anderer Kunden
FotografLogo oder Unterschrift, Name, „Fotografie & Videografie“ oder Spezialisierung (z. B. Hochzeit, Porträt)Link zur Website-Galerie, Instagram-Handle, QR-Code mit Link zum Portfolio
Fachkraft oder Führungskraft im UnternehmenName, Berufsbezeichnung, FirmenlogoTelefonnummer, Firmen-E-Mail-Adresse, Firmenadresse, LinkedIn-Profil
Kreativagentur oder DesignerLogo, Firmenname, Tagline mit DienstleistungenWebsite, E-Mail-Kontaktadresse, Links zu Social Media, optionaler QR-Code zu Beispielarbeiten
Gesundheitswesen oder Wellness-AnwenderName, Qualifikationen (bspw. „Dr. Erika Mustermann, Chiropraktikerin“), Praxis- oder KliniklogoAdresse, Buchungslink, Sprechzeiten, QR-Code für Online-Buchungen
Handwerker oder BauunternehmerFirmenname, Dienstleistungsbereich (z. B. „Heizungsbauer, Gas-/Wasserinstallateur“), TelefonnummerQualifikationen, Website, Notfall-Hotline, QR-Code für Bewertungen
Eventplaner oder FloristFirmenname, Tagline, LogoSocial-Media-Handles, QR-Code mit Link zum Portfolio, Kontaktdetails für Anfragen
Gemeinnützige oder GemeinschaftsorganisationLogo, Organisationsname, kurze LeitlinieWebsite, QR-Code mit Link zur Spendenseite, Social-Media-Handles

Letzten Endes sollte das, was Sie auf Ihrer Visitenkarte positionieren, widerspiegeln, wie Ihr Unternehmen kommuniziert und agiert. Die richtigen Details helfen Ihrer Kundschaft dabei, Sie leicht zu erreichen, während Design und Ton Ihrer Sprache zeigen, wer Sie sind. Fassen Sie sich kurz, nutzen Sie nur wirklich obligatorische Elemente und setzen Sie Tools wie einen QR-Code ein, um weitere Informationen zu teilen, ohne Ihren Fokus zu verlieren.

Falls Sie sich gerne mit weiteren nach Arbeitsfeld aufgelisteten Tipps und Ideen für Visitenkarten beschäftigen möchten, finden Sie in unserem Guide einige branchenspezifischen Visitenkartendesigns.

„Wenn es um den Text auf Ihrer Visitenkarte geht, dann gilt: Weniger ist mehr. Alles sollte so übersichtlich wie möglich sein. Je weniger draufsteht, umso besser.“

— Megan Morahan, Creative Director bei VistaPrint

Wissenswertes zum Visitenkartendruck

Sie sind mit dem Design zufrieden und möchten Ihre Visitenkarte drucken lassen? Stellen Sie sicher, dass die Maßen der Visitenkarten stimmen und dass Sie auch folgende Aspekte beachtet haben:

Beschnittzugabe: Der Begriff Beschnittzugabe bezieht sich auf den Dokumentrand. Damit das fertige Druckprodukt keine weißen Ränder aufweist, müssen Sie sicherstellen, dass die Farben oder Designelemente im Hintergrund bis zum Rand reichen.

Sicherheitslinie: Die Sicherheitslinie kennzeichnet den Bereich, der nach dem Zuschnitt erhalten bleibt. Wichtige Visitenkarten-Infos wie Namen, Adressen, Telefonnummern und Logos dürfen nicht über die Sicherheitslinie hinausragen, da sie sonst abgeschnitten werden.

Schnittbereich: Aufgrund der mechanischen Toleranz von Druckanlagen erfolgt der tatsächliche Zuschnitt an einer beliebigen Stelle zwischen der Beschnittzugabe und der Sicherheitslinie. Deshalb ist es wichtig, dass Text und Bilder nicht in den Schnittbereich hineinragen.

Eine Infografik zeigt die wichtigsten Marker – Beschnittzugabe, Schnittbereich und Sicherheitslinie – für den Druck von Visitenkarten.

Um zu garantieren, dass Ihre Karte alles mitteilt, was Sie kommunizieren möchten, sollten Sie jede Information in Ihrem Visitenkarten-Layout auf Korrektheit überprüfen. Ein kleiner Zahlendreher in der Telefonnummer oder eine fehlerhafte E-Mail-Adresse zerstört leider jedes noch so effektive Design. Am besten lassen Sie Ihre Karte zur Sicherheit noch von einer zweiten Person überprüfen und Korrektur lesen, bevor Sie den Visitenkarten-Druck freigeben.

Das können Sie mit folgenden Fragen überprüfen:

  • Fallen die wichtigsten Infos direkt ins Auge?
  • Wird deutlich, welche Produkte oder Dienstleistungen ich anbiete?
  • Ist klar, wie man mich kontaktieren kann?
  • Ist der Text gut leserlich?
  • Ist der Kontrast zwischen Logo/Text und Hintergrund groß genug?

Wenn die Antwort auf alle Fragen „Ja“ lautet, steht dem Druck nichts mehr im Weg.

Soweit alles klar – aber wie geht‘s weiter?

Da Sie nun wissen, welche Elemente auf Ihre Visitenkarte gehören, vom obligatorischen Logo und Ihrem Firmennamen auf der Vorderseite bis hin zu den Zusätzen wie Ihren Kontaktdetails oder QR-Codes, können Sie jetzt den Look Ihrer Karte optimieren. Lassen Sie sich doch von diesen einzigartigen Visitenkarten-Designideen dazu inspirieren, wie Sie all Ihre Details und Informationen effektiv anordnen können. 

Häufig gestellte Fragen zu Visitenkarten-Infos

Welche Kontaktdaten gehören auf meine Visitenkarte?

Fügen Sie Ihre Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Website-URL hinzu – so kann Ihre Kundschaft Sie am einfachsten erreichen. Für Läden und physische Geschäfte sollten Sie unbedingt Ihre Adresse vor Ort angeben. Diese Details sind die standardmäßigen Visitenkarteninfos, ganz gleich, in welcher Industrie Sie tätig sind.

Sollte ich mein Foto auf die Visitenkarte drucken lassen?

Ein Foto kann Ihre Karte persönlicher und besonderer wirken lassen, besonders in der Immobilienbranche oder für Fotografen. Es sollte dafür hochauflösend sein, zu Ihrer Marke passen und den Inhalt Ihrer Visitenkarte gut ergänzen.

Soll ich meine Berufsbezeichnung auf die Visitenkarte drucken?

Ihre Berufsbezeichnung hilft dabei, Ihre Rolle zu erklären und an Ihre Fachkenntnisse zu erinnern. Das ist nur ein kleines Detail, das jedoch einen großen Unterschied dahingehend ausmachen kann, ob und wie man sich an Sie erinnert. Es ist aber kein obligatorisches Visitenkarten-Element in jeder Kultur, sondern kann von Land zu Land variieren. Sie finden in unserem Leitfaden aber einige praktische Dos & Don’ts für Visitenkarten

Gehören Social-Media-Handles auf meine Visitenkarte?

Ja, aber nur, wenn Sie Ihre Konten in den sozialen Medien beruflich nutzen. Fügen Sie nur relevante Konten (jeweils mit eindeutigen Symbolen) hinzu, damit sich Ihre Kundschaft online mit Ihnen vernetzen kann. Bitte vermeiden Sie eine Verlinkung Ihrer Privatkonten.

Wie kann ich meine Website auf der Visitenkarte integrieren?

Das kann ganz schlicht sein, indem Sie Ihre URL ohne „http://“ angeben. Um Platz zu sparen, können Sie auch einen QR-Code auf der Visitenkarte platzieren, der direkt zu Ihrer Website führt.

Was gehört 2026 auf eine Visitenkarte?

Die Grundlagen – Name, Logo und Kontaktdaten – haben sich nicht geändert, aber viele Berufstätige fügen QR-Codes oder NFC-Tags hinzu, um digitale Profile oder Websites direkt zu verlinken. Indem Sie gedruckte und digitale Visitenkarten-Informationen kombinieren, wird Ihr Design modern, praktisch und alltagstauglich.