Ein wohldurchdachtes Etikett macht in vollen Regalen (real oder virtuell) oft den Unterschied zwischen Ansehen und Kaufen. In diesem Guide erklären wir Ihnen Schritt für Schritt alles Wissenswerte zu Etiketten und wie Sie diese optimal für Ihre Produkte nutzen: die beliebtesten Etikettenarten, welche Details aufgedruckt werden sollten und nach welchen Kriterien Sie Größe, Material und Veredelung auswählen. Sie erhalten außerdem praktische Tipps für den Druck zu Hause und bei der Bestellung online, damit Sie häufige Fehler direkt umgehen können.
- Zu den typischen Etikettenarten gehören Produktetiketten, Klebeetiketten für den Versand, Barcode-Label und Sicherheitsetiketten, Etiketten für Lebensmittel und Getränke, Produktanhänger und Etiketten auf Rolle.
- Um eigene Etiketten zu kreieren, müssen Sie eine Größe und Form wählen, das Layout designen und dann eine druckfertige Datei in CMYK mit Beschnittzugabe exportieren.
- Kleinere Mengen können Sie durchaus als DIY-Projekt selbst drucken; professionell gedruckte Etiketten bieten allerdings bessere Druckschärfe und Farbtreue, hochwertigere Materialien und konsistente Ergebnisse.
- Klebeetiketten aus Papier eignen sich für die meisten Verpackungen; für Artikel, die gekühlt werden müssen oder vielfach angefasst bzw. umgepackt werden, empfehlen sich wasserfeste oder mit Schutzschicht versehene Materialien.
- Überprüfen Sie die Ausrichtung, Lesbarkeit und Klebefähigkeit mit einer Testcharge, bevor Sie eine größere Etikettenbestellung aufgeben.
1. Was benötige ich, um Etiketten zu erstellen?
Welche Ausstattung Sie für die Erstellung Ihrer eigenen Label und Etiketten benötigen, hängt davon ab, ob Sie diese selbst drucken möchten oder mithilfe eines Design- und Druckpartners.

Quelle: Etikettendesign von Unigram; 99designs von Vista
Wenn Sie mit dem Designteam von VistaPrint zusammenarbeiten möchten, müssen Sie ein Budget festlegen, Designrichtlinien für Ihre Marke dokumentieren und ein Briefing für den jeweiligen Designprofi vorbereiten. Falls Sie Ihre Etiketten auf dem DIY-Weg gestalten und drucken möchten, dann benötigen Sie Folgendes:
- Designsoftware oder Online-Software wie das kostenfreie Design-Tool VistaCreate.
- Designelemente für das Branding: Logos, Bilder, Texte und Farbpaletten, die Ihre Marke widerspiegeln.
- Produktinformationen wie Inhaltsstoffe bzw. Zutaten, Anwendungsanleitungen, Barcodes und gesetzlich erforderliche Informationen.
- Drucker und Tinte bzw. Toner mit hoher Druckqualität, um die Etiketten herzustellen.
- Etikettenpapier: selbstklebende Etiketten, wasserfeste Etiketten, transparente Etiketten oder Etiketten mit besonderen Papiereigenschaften.
- Testmaterial, inklusive zusätzliche Papiersorten, für Testausdrucke.
- Schere oder Papierschneider für das präzise Zuschneiden, falls Ihre Etiketten nicht vorgeschnitten sind.
2. Die 8 geläufigsten Etikettentypen
Je nach Ziel und Zweck, stehen Ihnen verschiedene Etikettenarten zur Auswahl, darunter:
1. Produktetiketten
Produktetiketten dienen der Kommunikation zwischen Ihrem Produkt und Ihrer Kundschaft. Sie beeinflussen direkt Kaufentscheidungen und sorgen dafür, dass wichtige Sicherheitsinformationen richtlinienkonform weitergegeben werden.
2. Klebeetiketten für den Versand
Versandetiketten sind für die Identifikation von Paketen und deren Weg durch den Versand- und Lieferprozess unerlässlich. Normalerweise stehen auf ihnen neben der Absender- und Empfängeradresse auch Sendungsverfolgungsnummern sowie besondere Angaben für die Handhabung.
3. Produktanhänger
Produktanhänger sind kleine Etiketten, die mit Schnur oder Band an Produkten befestigt werden und als Teil des Packagings und Brandings wirken. Sie können zusätzliche Informationen zum Produkt tragen, beispielsweise Preis, Angebot, Produkteigenschaften oder Pflegehinweise.

4. Etiketten auf Rolle
Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei Etiketten auf Rolle um Etikettenrollen für das Etikettieren großer Artikelmengen, die besonders im Einzelhandel, in der Logistik oder der Fertigung genutzt werden.

5. Barcodeetiketten
Etiketten mit Barcodes verschlüsseln Informationen für die Produktidentifikation, Inventarkennzeichnung und Bepreisung in maschinenlesbarer Form. Sie werden vorrangig im Einzelhandel und in der Logistik für das Inventarmanagement, die Produktverfolgung und automatisierte Verkaufsprozesse genutzt.
6. Sicherheitsetiketten
Sicherheitsetiketten verhindern die Manipulation, das Fälschen oder den unbefugten Zugriff auf Produkte oder sensible Informationen. Sie schließen beispielsweise Sicherheitssiegel, Hologrammelemente oder eindeutig zuordenbare Identifikationsnummern zur Sicherheits- und Echtheitsprüfung mit ein.
7. Lebensmitteletiketten
Etiketten für Lebensmittelverpackungen wurden speziell für Unternehmen in den Lebensmittel- und Getränkebranchen entwickelt. Auf ihnen werden wichtige Informationen wie die Nährstoffangaben, Zutatenliste, Allergiehinweise und das Verbrauchsdatum angegeben, um so geltenden Lebensmittelvorschriften zu entsprechen und die Verbraucher angemessen zu informieren.
Sie können sich zudem durch so wichtige Eigenschaften wie Öl- und Wasserfestigkeit von anderen Arten von Produktetiketten abheben.

8. Umweltfreundliche Etiketten
Umweltschonende, d.h. umweltfreundliche oder recycelbare Etiketten deuten auf nachhaltige Markenwerte hin und lassen Kundinnen und Kunden wissen, dass ein Produkt bestimmte Umweltstandards erfüllt oder entsprechend zertifiziert ist.
3. Welche Ansprüche haben Unternehmen an Etiketten?
Je nach Branche gibt es verschiedene Anforderungen, denen Etiketten gewachsen sein müssen, und es ist wichtig, die richtige Art für den jeweiligen Einsatz zu wählen.
Das Etikett wird häufig angefasst
Wenn Ihr Produkt oft in die Hand genommen wird (Kerzen, Kosmetika und Vorratsprodukte), dann sollte die Etikettenoberfläche möglichst nicht für Fingerabdrücke oder Kratzer anfällig sein. Auf einem matten Papier fallen Gebrauchsspuren weniger auf als auf einem glänzenden.
Bevor Sie alle Ihre Etiketten drucken, sollten Sie immer einen Abriebtest vornehmen und mit der trockenen Hand sowie einem angefeuchteten Tuch das Produktetikett abreiben. Verschmiert dabei die Drucktinte, wählen Sie eine andere Papiersorte oder eine schützende Beschichtung.

Das Etikett muss den Versand überstehen
Für Versandschachteln, Kartons und Versandbeutel ist ein Etikett mit kontrastreichem Text und einfachem Layout wichtig. Drucken Sie ein Testetikett, kleben Sie es auf und biegen bzw. zerknittern Sie dann die Oberfläche, auf der es angebracht ist. Wenn sich die Ecken ablösen, müssen Sie einen anderen Klebstoff wählen oder die Position des Etiketts überdenken.

Das Etikett ist Feuchtigkeit oder Temperaturschwankungen ausgesetzt
Für gekühlte Getränke, Produkte fürs Badezimmer oder Outdoor-Artikel empfehlen wir Etiketten aus wasserfesten Materialien und mit schützender Laminierung zu wählen. Kühlen Sie Ihr Produkt über Nacht und lassen Sie es dann bei Zimmertemperatur stehen, damit Wasser an der Oberfläche kondensiert. Überprüfen Sie, ob dadurch Blasenbildung, Ablösen oder Verknittern des Etiketts bzw. Verwischen des Aufdrucks verursacht wird.

Das Etikett wird für Tracking oder Lagerverwaltung genutzt
Bei Etiketten für Inventar, Back-of-Haus-Einsatz oder Lager im Einzelhandel sollte der Text ausreichend groß sein und Freiraum um Barcodes gelassen werden. Vermeiden Sie Hochglanz-Etiketten, da diese unter hellem Licht spiegeln.
Etiketten für limitierte Auflagen oder Saisonverpackungen
Wenn Sie Produkten schnell einen neuen oder saisonalen Anstrich verleihen möchten, sind Etiketten die perfekte, schnelle Lösung, ohne komplettes Branding-Neudesign. Zeichnen Sie Sonder- oder saisonale Verpackungen als „Limitierte Edition“ aus, fügen Sie eine kurze Botschaft per Aufkleber hinzu oder nutzen Sie ein passendes Farbschema als Hingucker.
Das Etikett dient gleichzeitig als Siegel
Bedenken Sie die Position des Labels, bevor Sie Ihr Design finalisieren. Kalkulieren Sie die Breite einer eventuellen Lücke zwischen den beiden zu überbrückenden Oberflächen mit ein und wählen Sie ein Etikettenmaterial, das je nach Bedarf entweder beim Öffnen einreißt oder standhält. Kleben Sie ein Testetikett auf und öffnen Sie die Verpackung so, wie es ein Kunde oder eine Kundin tun würde. Eine schlechte Haftung fällt so sofort auf.
4. Wie Sie Produktetiketten erstellen: Etikettendesign Schritt für Schritt erklärt
Ihre eigenen Produktetiketten zu erstellen, ist nicht kompliziert, ob Sie diese nun selbst ausdrucken oder eine professionelle Druckerei beauftragen. Die Wahl des richtigen Etiketts beeinflusst dabei allerdings den Gestaltungsprozess: von den aufgedruckten Informationen bis hin zur Vorbereitung des druckfertigen Designs.
Schritt 1: Was soll auf das Etikett?
Je nach Einsatz variieren die Informationen, die Sie auf Ihren Etiketten angeben sollten. Lassen Sie uns einen Blick auf Produktetiketten werfen, da diese normalerweise die meisten Angaben enthalten.

Textbestandteile eines Etiketts. Quelle: Etikettendesign von BrSav; 99designs von Vista
Diese Informationen sollten auf Ihr Produktetikett:
- Produktname: Der Produktname und der Markenname sollten deutlich aufgedruckt sein.
- Markenlogo: Vergessen Sie nicht, das Logo für den Wiedererkennungswert einzufügen.
- Zutaten oder Bestandteile: Diese Angaben sind besonders für Lebensmittel, Kosmetika und Textilien wichtig.
- Benutzeranleitung: Erklären Sie eindeutig, wie das Produkt sicher und effektiv genutzt werden kann.
- Sicherheitshinweise: Fügen Sie nötige Warnhinweise oder Hinweise zur sicheren Verwendung hinzu, beispielsweise Allergiehinweise oder Altersbeschränkungen.
- Ablaufdatum: Geben Sie ein Verfallsdatum an; besonders bei verderblichen Produkten oder Verbrauchsprodukten wichtig.
- Menge oder Gewicht: Geben Sie das Gewicht Ihres Produktes oder die enthaltene Menge auf dem Verpackungsetikett an.
- Herstellerinformationen: Dazu zählen beispielsweise das Herstellungsdatum, die Chargennummer oder das Ursprungsland.
- Barcode: Nutzen Sie eindeutig zuordenbare Barcodes für die Bestandsverfolgung, für den Verkauf im Einzelhandel oder zur Produktidentifikation.
- Kontaktinformationen: Stellen Sie Kontaktinformationen für den Hersteller, Vertrieb oder Kundenservice zur Verfügung.
- Rechtliche Hinweise: Fügen Sie gesetzlich oder behördlich vorgeschriebene Haftungsausschlüsse oder Offenlegungen hinzu, beispielsweise Haftungsbeschränkungen oder Garantieinformationen.
- Symbole: Sie können auch allgemein bekannte Symbole und Icons für die schnelle Vermittlung von Informationen einfügen: das „Zerbrechlich“-Glas für empfindliche Produkte oder das zutreffende Recyclingsymbol für umweltfreundliche Artikel. Trägt Ihr Produkt einen geschützten Siegel wie etwa von Peta oder von einem Naturkosmetikzertifizierer, gehört auch dieses Symbol aufs Etikett.

Quelle: Design für Flaschenetiketten von ludibes; 99designs von Vista
Optionale Elemente für Produktetiketten:
- Produktbeschreibung: Beschreiben Sie das Produkt kurz und geben Sie Eigenschaften oder Vorzüge an.
- Werbebotschaften: Besondere Angebote können erneute Käufe anregen oder die Markenbindung stärken.
- Zertifizierungssymbole: Fügen Sie Zertifizierungen, Qualitätssiegel oder Symbole ein, die die Einhaltung geltender Vorschriften auszeichnen, beispielsweise für Bio-Produkte, koschere Lebensmittel oder spezielle Sicherheitsanforderungen.
- Umwelthinweise: Führen Sie nachhaltige Praktiken oder umweltgerechte Entsorgungsmethoden auf.
- QR-Codes oder URLs: Mithilfe von QR-Codes oder Website-URLs können Sie Kundinnen und Kunden auf zusätzliche Informationen oder Ressourcen verweisen.
Schritt 2: Design-Tool für Ihr Etikett wählen
Um ein professionell wirkendes und aufmerksamkeitsstarkes Etikett zu designen, benötigen Sie entsprechende Designsoftware. Je nach Budget, Deadline und vorhandenen Designkenntnissen können Sie Ihr Etikett entweder selbst gestalten oder sich Unterstützung vom Profi holen. Der DIY-Weg ist praktisch und kostengünstig; bei der Zusammenarbeit mit einem Designer profitieren Sie von dessen Expertise und technischem Know-how.
Was ist die beste Software für die Etikettengestaltung?
VistaCreate ist eine benutzerfreundliche Onlineplattform mit personalisierbaren Designvorlagen für Etiketten und bietet ein Design-Tool für die Erstellung eigener Etiketten. Zudem hält VistaCreate eine riesige Auswahl an Grafiken und Schriftarten bereit und vereinfacht den Designprozess selbst für Anfänger.

Etikettengestaltung in VistaCreate. Quelle: VistaCreate
Wer nach umfangreicheren Bearbeitungsmöglichkeiten sucht, sollte sich Adobe Illustrator und Photoshop genauer ansehen: beide bieten zahlreiche Werkzeuge, um personalisierte Etiketten mit Kreativität und Präzision zu erstellen. Als die Standardprogramme der Designbranche verschaffen sie Ihnen volle Kontrolle über jeden Aspekt der Etikettengestaltung und überzeugen mit eindrucksvollen Designfunktionen.
Wenn Sie eine Starthilfe für Ihr DIY-Etikett benötigen, unterstützt Sie gern das Designservice-Team von VistaPrint.
Schritt 3: Etikettengröße und -form wählen
Ermitteln Sie die gewünschte Größe und Ausrichtung Ihres Etiketts anhand Ihrer Produktverpackung. Bedenken Sie dabei die Größe und Form des Produkts, die Menge an erforderlichen Informationen und die angestrebte Optik. Messen Sie Ihre Verpackung, bevor Sie die Größe und Form des Etiketts wählen. Ein zu großer Produktaufkleber kann knittern oder vom Produkt selbst ablenken, ein zu kleines Etikett bietet nicht genügen Platz für alle Informationen.
Im Folgenden einige gängige Etikettgrößen und -formen, die von verschiedenen Branchen genutzt werden und an denen Sie sich für die Wahl Ihres eigenen Etiketts orientieren können:
Rechteckige Etiketten
Standardmaße: 2″ x 3″ (50,8 x 76,2 mm), 3″ x 5″ (76,2 x 127 mm) und 4″ x 6″ (101,6 x 152,4 mm)
Ausrichtung: Querformat oder Hochformat

Runde Etiketten
Standarddurchmesser: 1,5″ (38,1 mm), 2″ (50,8 mm) und 3″ (76,2 mm)

Quadratische Etiketten
Standardmaße: 2″ x 2″ (50,8 x 50,8 mm), 3″ x 3″ (76,2 x 76,2 mm) und 4″ x 4″ (101,6 x 101,6 mm)

Ovale Etiketten
Standardmaße: 2″ x 1″ (50,8 x 25,4 mm), 3″ x 2″ (76,2 x 50,8 mm) und 4″ x 2″ (101,6 x 50,8 mm)
Ausrichtung: Querformat oder Hochformat

Wenn die Standardgrößen nicht zu Ihren Produktverpackungen passen, wählen Sie einfach Aufkleber oder Etiketten in benutzerdefinierter Größe, um die Maße passend zu Ihren Verpackungen und Ihrem Design festzulegen.

Quelle: Tequila-Flaschenetikett in einer ausgefallenen Form von Wooden Horse; 99designs von Vista
Wenn Sie Ihr Designdokument einrichten, setzen Sie die Auflösung auf mindestens 300 dpi für ein gestochen scharfes Druckbild und wählen Sie CMYK als Farbraum.
Layout und Raster
Für ein ausgewogen und professionell wirkendes Etikettendesign sind Raster und Hilfslinien unerlässlich. Raster erlauben Ihnen, Elemente wie Texte und Bilder aneinander auszurichten und so ein Design mit Konsistenz, Ordnung und guter Lesbarkeit zu kreieren. So machen Sie es sich auch einfacher, eine visuelle Hierarchie zu schaffen, den Designprozess zu optimieren und ein ansprechendes Design für Ihr Etikett zu gestalten.
Schritt 4: Etikett designen
Setzen Sie auf ein klares, geordnetes Layout und stellen Sie die wichtigsten Informationen in den Mittelpunkt.
Farben und Schriftarten wählen
Die Farben und Schriften Ihres Etiketts müssen Ihre Zielgruppe ansprechen und Ihre Markenidentität aufgreifen. Setzen Sie existierende Markenfarben für durchgehendes Branding ein, beachten Sie die psychologische Wirkung von Farben und ziehen Sie ein Farbrad zurate, um harmonische Farbkombinationen zu finden.
Durch die konsistente Verwendung Ihrer Markenfarben erhöhen Sie den Wiedererkennungswert Ihrer Marke und verankern Ihre Markenidentität in den Köpfen Ihrer Kundschaft.
Beschränken Sie sich auf zwei oder drei verschiedene Schriftarten, um gut lesbare und übersichtliche Texte mit einheitlicher Optik zu gestalten. Auch hier sollten Sie im Sinne der Markenbekanntheit, wenn möglich, auf existierende Markenschriften zurückgreifen.

Quelle: Etikettendesign von katerina k.; 99designs von Vista
Visuelle Elemente einbeziehen
Bilder und Grafiken machen aus einem einfachen Label ein werbewirksames Verkaufswerkzeug. Binden Sie die folgenden Elemente auf Ihrem Etikett ein, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und Ihren Umsatz anzukurbeln:
- Markenlogo: Ihr Logo sollte klar, deutlich und erkennbar integriert sein und dabei Ihrem Markenlook treu bleiben.
- Produktbilder: Dank Illustrationen oder Fotos können sich Ihre Kundinnen und Kunden ein Bild von Ihrem Produkt machen.
- Hintergründe und Muster: Hintergrundgrafiken erzeugen Tiefe und lassen Ihr Etikettendesign interessanter aussehen.
- Grafiken, Symbole und Icons: Weisen Sie auf Produktvorteile, Anwendungstipps oder besondere Features hin oder vermitteln Sie wichtige Informationen.
Schritt 5: Text für gute Lesbarkeit richtig platzieren
Die Texte auf Ihrem Etikett informieren Ihre Kundschaft und ermutigen sie dazu, Ihr Produkt zu kaufen. Fügen Sie also neben dem Produktnamen und Ihrem Logo auch wichtige Angaben wie Zutaten oder Anweisungen hinzu. Halten Sie Sätze kurz und strukturieren Sie den Text mithilfe von Überschriften, Unterüberschriften und Fließtext. Machen Sie sich unterschiedliche Schriftgrößen, Strichstärken und Farben zunutze, um so das Leserauge zuerst auf die wichtigsten Informationen zu lenken.

Quelle: Hintergrundgrafiken als Teil des Etiketts, Design von Khramova; 99designs von Vista

Quelle: Etikettendesign von maxgraphic; 99designs von Vista
Wählen Sie einfach zu lesende Schriftarten, besonders für kleine Schriftgrößen. Verwenden Sie Sans-Serif-Schriften, da diese für gute Lesbarkeit sorgen, sowie, wenn möglich, Ihre Markenschriften. Der Text muss sich ausreichend vom Hintergrund abheben, nutzen Sie also kontrastierende Farben bzw. Formen für den Hintergrund.
Verzichten Sie auf unruhige Hintergründe, da sie die Lesbarkeit von Text oft verschlechtern, und achten Sie auf gleichmäßige Textabstände und Textausrichtung.
Schritt 6: Die passende Papiersorte für Ihr Etikett
Welches Material eignet sich für Ihre Etiketten?
Papier ist eine gute Wahl für die meisten Verpackungen. Wenn das Etikett allerdings Feuchtigkeit, Handhabung und Kühlung überstehen soll, benötigen Sie wasserfeste oder beschichtete Materialien. Damit Ihre Flaschenetiketten, Produktanhänger oder Adressaufkleber ihren Job richtig machen können und dabei hervorragend aussehen, ist die Wahl der geeigneten Papiersorte und Veredelung oder Schutzschicht wichtig.
So stellen Sie sicher, dass Optik, Haptik und Funktion werbewirksam für Ihre Marke zusammenarbeiten. Die zwei häufigsten Etikettentypen nach Material sind:
- Papieretiketten: Papier ist ideal für alle Standardanwendungen wie Produktverpackungen, Mailings und Adressaufkleber.
- Kunststoffetiketten: Kunststoff ist widerstandsfähiger und eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen Feuchtigkeit oder das Wetter eine Rolle spielen.
Wenn Ihre Etiketten besonders auffallen sollen, empfehlen wir alternative Papiersorten oder exklusive Materialien wie Strukturpapier oder Folienprägung.
Schritt 7: Veredelung und Beschichtung hinzufügen
Mit Veredelungen und Beschichtungen beeinflussen Sie das Aussehen und die Strapazierfähigkeit Ihrer Etiketten. Die geläufigsten Veredelungen sind:
- Hochglanz: ein glänzender, farbintensiver Look, der Ihre Visuals hervorhebt.
- Matt: eine weichere, dezente Optik, die weder spiegelt noch Fingerabdrücke zeigt.
Außerdem können Sie sich dazu entscheiden, Ihr Etikett beschichten zu lassen. Laminierungen bieten Schutz, erhöhen die Haltbarkeit und stärken die Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit, Abrieb und Verblassen; beschichtete Etiketten trotzen Umwelteinflüssen und häufiger Handhabung, während sie Ihre Marke lange schön aussehen lassen.
Schritt 8: Etikett für den Druck vorbereiten
Überprüfen Sie Ihr Etikettendesign und nehmen Sie eventuelle Änderungen vor dem Ausdrucken vor. Achten Sie besonders darauf, dass alle Elemente korrekt ausgerichtet und gut erkennbar bzw. lesbar sind.

Quelle: Beschnittzugabe, Schnittlinie und Sicherheitsbereich eines Produktetiketts von sarapaheylo; 99designs von Vista
Tipps für den Export Ihrer Designdatei:
- Exportieren Sie Ihr Etikettendesign im PDF- oder TIFF-Format für den Druck, um das beste Ergebnis zu erhalten.
- Das Design muss eine Beschnittzugabe aufweisen (meist 3 mm) und einen Sicherheitsbereich, damit keine unerwünschten weißen Ränder entstehen oder Designelemente ungewollt abgeschnitten werden.
- Konvertieren Sie die Datei vor dem Druck in den CMYK-Farbraum. Überprüfen Sie einen Probedruck auf Farbtreue, bevor Sie alle Ihre Etiketten drucken.
Schritt 9: Den geeigneten Drucker auswählen
Sie haben Ihr Etikett designt, das Design für den Druck vorbereitet und jetzt ist es endlich so weit. Bevor Sie aber einen ganzen Stapel drucken, führen Sie zunächst einen Testdruck durch. Überprüfen Sie die Ausrichtung, Farben und Klebekraft Ihres Etiketts und nehmen Sie nötige Korrekturen vor. Jetzt ist auch ein guter Moment für den Abriebtest: reiben Sie mit dem trockenen Finger und einem feuchten Tuch über das Etikett, um die Druckertinte auf die Probe zu stellen.
Damit Ihr Etikett Ihre Marke gebührend präsentiert, sollten Sie einen Drucker mit hochwertigem Druckbild, hoher Auflösung und guter Farbtreue verwenden.

Quelle: Produktverpackungsdesign von katerina k.; 99designs von Vista
Tintenstrahldrucker drucken in leuchtenden Farben und eignen sich für Hochglanzveredelungen, während Laserdrucker gestochen scharfen Text produzieren und sich für Mattveredelungen anbieten. Je nach Ihren Anforderungen müssen Sie sich also zwischen diesen beiden Druckerarten entscheiden.

5. Gestalten und drucken Sie Ihre Etiketten noch heute
Jeder Schritt auf dem Weg zum eigenen Etikett ist wichtig: die Auswahl der aufzudruckenden Texte, die Entscheidung für eine Designsoftware, das Vorbereiten der Datei und der eigentliche Druck. Für kleine Druckauflagen können Sie mit dem DIY-Ansatz schon viel erreichen, bei größeren Produktionsmengen oder besonderen Ansprüchen bieten sich allerdings professionelle Druckpartner wie VistaPrint an. So können Sie sich auf das weitere Wachstum Ihres Unternehmens konzentrieren, während VistaPrint den hochwertigen Druck Ihrer Etiketten übernimmt.
6. Etiketten erstellen: Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Papiersorte sollte ich für meine Etiketten verwenden?
Wenn Ihre Etiketten häufig angefasst werden, empfehlen wir ein strapazierfähiges Material mit matter Oberfläche, das Abnutzung kaschiert. Wenn Ihre Etiketten Feuchtigkeit oder Kühlung überstehen sollen, dann verwenden Sie wasserfeste Papiersorten oder Kunststoffetiketten; für alle anderen Zwecke reichen matte oder hochglänzende Papiersorten.
Wie drucke ich Etiketten ohne Ausrichtungsfehler?
Stellen Sie zunächst die passende Vorlage für Ihren Etikettenbogen ein, setzen Sie die Skalierung auf 100 % (nicht „An Seitengröße anpassen“) und wählen Sie den korrekten Medientyp in den Druckereinstellungen. Drucken Sie eine Testseite, überprüfen Sie die Ausrichtung und führen Sie dann Bogen für Bogen dem korrekten Blatteinzug Ihres Druckers zu. Ausrichtungsfehler entstehen meist durch falsche Papierzuführung oder Drucker, die Papierbögen schief einziehen.
Welche Etikettengröße sollte ich für mein Produkt verwenden?
Messen Sie zunächst den vorhandenen Platz auf Ihrer Produktverpackung – die Kanten Ihres Etikett sollten nicht auf gebogenen Kanten, Nahtstellen oder texturierten Flächen liegen. Wählen Sie eine Größe, die einen schmalen Rand zur Kante der Verpackung lässt, gute Lesbarkeit für wichtigen Text bei normalem Betrachtungsabstand bietet und Raum für zusätzliche Produktinformationen aufweist.
Wie drucke ich Etiketten zuhause oder im Büro?
Wenn Sie Ihre Etiketten selbst drucken möchten, passen Sie Ihre Designvorlage an Ihr Etikettenpapier an und drucken Sie eine Testseite: Wählen Sie zunächst Ihre Etikettenbögen aus und nutzen Sie dann eine passende Vorlage für dieses Drucklayout für das Design Ihrer Etiketten. Gestalten Sie Ihr Etikett und bereiten Sie es für den Druck in Endgröße vor. Drucken Sie eine Testseite Ihres Etikettenbogens und bekleben Sie ein Testprodukt. Das Etikett sollte sicher sitzen, korrekt ausgerichtet und lesbar sein sowie leichtem Reiben standhalten und nicht verwischen. Wenn Ihr Probeetikett alle Tests bestanden hat, können Sie die übrigen Etiketten drucken.
